Die beste Versicherung gegen einen Haibiss ist ein Hai. Je größer und weißer, desto besser. Nein, der Strandurlauber hat vom großen weißen Hai nichts zu befürchten. Im Gegenteil. Ein etwa sieben Meter langes, weibliches Exemplar der seit Steven Spielberg völlig zu Unrecht in Verruf geratenen Spezies wird immer wieder in einer Bucht bei Kapstadt gesehen, dort, wo sich die meisten Wassersportler Südafrikas tummeln. Niemals sei ein Mensch zu Schaden gekommen, erzählte jüngst ein Ranger und begründete es wie folgt: Der Mensch zähle nicht zu den Beutetieren des Haifischs, ein ehernes Naturgesetz, an das sich eine verantwortungsvolle, erwachsene Haidame auch konsequent zu halten wisse. Problematisch gebärden sich, wie so oft, die adoleszenten Tiere, noch grün hinter den Kiemen und keine vier Meter lang. Die probieren mal hier und mal dort, was in seltenen Fällen einen Surfer ein Bein kostet. Gerade vor solchen bissigen pubertierenden Fischen bewahrt angeblich ein großer weißer Hai die Bucht, die zu seinem Revier gehört. Wenn Sie also demnächst beim Surfen einem weißen Hai begegnen, schätzen Sie erst seine Länge, am besten im Verhältnis zu Ihrem Surfbrett. Ist das Tier mehr als zweimal so lang, droht keine Gefahr. Sie sollten sich dann vorsichtig zu ihm hinunterbeugen, seine Schwanzflosse tätscheln und leise sagen: Danke!