Der Kuss der Sonne führt nicht selten zu einer schlaflosen Nacht und abgepellter Haut. Doch es kann schlimmer kommen. Der Zusammenhang zwischen Sonnenbrand und dem Melanom, einem Tumor, der von den pigmentbildenden Zellen der Haut ausgeht, ist nachgewiesen. Das Risiko, an diesem tückischen Krebs zu erkranken, liegt in Deutschland bei einem Prozent (im sonnigen Australien ist es viermal so hoch). Helle Hauttypen leben gefährlicher als dunkle, Schwarze erkranken selten. Meist entwickeln sich Melanome aus Leberflecken. Wer sich gern von der Sonne bräunen lässt, beachte tunlichst ein paar Regeln: Mittagssonne meiden ("Between eleven and three stay under a tree!"); Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor benutzen; Kinder besonders schützen, etwa durch lange Bermudas und Hemden, die die Schulter bedecken. Und Selbstbeobachtung. Vorhandene Leberflecken werden nach der ABCD-Regel überwacht: Sind sie Asymmetrisch statt rund oder oval? Sind sie unscharf begrenzt? Beobachtet man mehrere Farbtöne (Braun, Schwarz, Rot, Blau?). Und ist der Durchmesser größer als fünf Millimeter? Solche Untersuchungen – auch gegenseitig! – lassen sich sehr schön ins Strandleben einbauen. Kopfhaut nicht vergessen! Im Zweifel besucht man einen Doktor. Wird das Melanom im Frühstadium entdeckt, hat man erstklassige Überlebenschancen. Später leider miserable.