"Dass du nicht so weit rausschwimmst!", mahnte die Mutter den kleinen Tomas. Und der kleine Tomas versprach: "Nein, Mutter, ich schwimme nicht weit raus." Anschließend schwamm der kleine Tomas weit raus. Das Wasser war wie immer sehr kalt und babyblau, aber das Meer schien zu schlafen, die Wellen so flach und sanft, dass der kleine Tomas nur noch das Geräusch der eigenen Bein- und Armschläge hörte. Aber da kam auch schon die Mutter angekrault und fischte den kleinen Tomas wieder aus dem Meer. In so einem Moment wurde der kleine Tomas sehr schwierig und schrie derart laut, dass die Leute am Strand entsetzt rübersahen, was der Mutter sehr peinlich war. Der große Tomas hielt es dann lange Zeit wie der kleine Tomas: Kurz nachdem er den Schock beim Eintauchen ins kalte Wasser überwunden hatte, schwamm er weit raus. Das Erfrischende ist, dass man für kurze Zeit dem wahren Leben entflieht. Zug um Zug kämpft man gegen die Gewalt des Meeres. Eines Tages wurde dem großen Tomas die Gewalt überdeutlich. Wieder einmal schwamm er weit raus. Der Strand lag bereits in ziemlicher Ferne, die Sonnenbader waren kaum noch zu sehen, als sich plötzlich eine graue Plattform aus dem Wasser erhob und wieder abtauchte. Ein Fisch, so riesig, dass das Herz des großen Tomas zu rasen begann und er sich mehrmals hektisch um die eigene Achse drehte, um zu sehen, ob die Plattform noch einmal auftauchen würde. Panisch kraulte er zum Strand zurück, schnell wie nie zuvor. Seitdem schwimmt der große Tomas höchstens 20 Meter raus und krault dann hin und her. Wenn ihm am Strand ein kleiner Junge entgegenkommt, der zum Baden ins Meer will, sagt er: "Dass du nicht so weit rausschwimmst!"