60 Sekunden für den Käfer
Er läuft und läuft und läuft - dieser Werbespruch ging als Synonym für Zuverlässigkeit in den deutschen Zitatenschatz ein. Jetzt läuft er nicht mehr, zumindest nicht mehr vom Band. Im mexikanischen Exil endet die Produktion des VW Käfer. Vor 68 Jahren hatte Ferdinand Porsche den Prototypen vorgestellt, richtig los ging die Produktion nach dem Krieg. Mit seiner ebenso simplen wie unverwüstlichen Konstruktion hat er weltweit die Herzen von mehr als 21 Millionen Käufern erobert.
Der Käfer - sein Spitzname war von Amerikanern als Spott für das bucklige Unikum aus Germany gedacht - bleibe die "Automobil gewordene Emotion", befindet der heutige VW-Chef Bernd Pischetsrieder. Recht hat er. Doch welcher Volkswagen, welches deutsche Auto weckt heute Emotionen? Der New Beetle etwa?
Nur ein Abklatsch, da sitzt nicht mal der Motor hinten. Der Bestseller VW Golf? Zu profan, um wirklich geliebt zu werden.
Und wie steht's mit der Zuverlässigkeit? Gerade erst legte ein renommiertes Marktforschungsinstitut eine Zufriedenheitsstudie unter deutschen Autokäufern vor: Die ersten acht Plätze belegten ... Japaner! Früher konnte die lästige Konkurrenz dem Käfer noch den Buckel runterrutschen. Früher. Irgendwas ist verloren gegangen im deutschen Autoland.




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