Verfolgungswahn Unheimliche NäheSeite 3/3

Der erste wichtige Schritt, das bloße Ignorieren des Stalkers, allein wird ihn nicht abhalten. Das Opfer muss sich schnellstmöglich professionelle Hilfe suchen, Vertrauenspersonen einweihen, einen Anwalt hinzuziehen und alle nur denkbaren Beweise sammeln: Briefe aufheben, Anrufe aufnehmen, Auflauern vor der Haustür durch Fotos und Zeugen dokumentieren. Frühe Reaktionen sind nach meiner Erfahrung die aussichtsreichsten.

Vergleichszahlen aus Amerika sind alarmierend: angeblich wurden acht Prozent aller Frauen und zwei Prozent aller Männer wenigstens einmal von ungebetener Zuwendung heimgesucht.

Auf Deutschland übertragen, sind das circa 500 000 Opfer, wahrscheinlich sogar mehr. Noch nicht eingerechnet alle die, die mittelbar auf der Strecke bleiben: Freunde, Bekannte, die sich zurückziehen, weil der Stalker auch sie belästigt, und vor allem der Partner. Ich kenne viele Beziehungen, die den Vertrauensverlust durch Stalking nicht ausgehalten haben. Ganz zu schweigen von den Kindern, die durch die höchst angespannte Situation ihrer Eltern enorm belastet werden.

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DIE FRAGEN STELLTE ANDREA THILO

 
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