Stimmt's? Krebs durch Kratzer?

Mein Liebster wollte mir neulich die Frühstückseier aus einer stark angekratzten teflonbeschichteten Bratpfanne kredenzen, woraufhin mir ganz grün wurde und ich schon auf das Frühstück verzichten wollte. Stimmt es, dass man diese Pfannen nicht mehr benutzen darf? Margret Strohbach, Ottersberg

Ihr Freund (der, wie Sie schreiben, Chemiker ist) hat Recht: Die Eier mögen in der zerkratzten Pfanne leichter anbacken, aber Gesundheitsschäden bis hin zum Krebs müssen Sie nicht befürchten.

Regelmäßige Stimmt’s?- Leser wissen, dass Teflon – kurz für Polytetrafluorethylen – kein Abfallprodukt der Raumfahrt ist. Seine Nützlichkeit liegt in der Tatsache, dass es mit kaum einem anderen Stoff reagiert, weder mit dem Bratgut noch mit unseren Verdauungssäften. Diese Eigenschaft hat der Stoff im Bereich von minus 200 bis plus 260 Grad. Um höhere Temperaturen zu erzielen, müsste man die Pfanne schon eine ganze Zeit lang auf dem Gasherd gezielt überhitzen, schreibt die des Abwiegelns unverdächtige Zeitschrift Öko-Test unter Berufung auf Experten, die es wissen müssen. Erst in diesem Extremfall beginnt die Teflonschicht sich zu zersetzen – egal, ob angekratzt oder nicht. Dann können tatsächlich giftige und krebserregende Substanzen freigesetzt werden und akut grippeähnliche Symptome, das so genannte Teflonfieber herbeiführen. Aber bei diesen Temperaturen wäre Ihr Spiegelei längst ungenießbar geworden. Christoph Drösser

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Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de . Das »Stimmt’s?«-Archiv: www.zeit.de/stimmts

Audio: www.zeit.de/audio

 
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    • Serie Stimmt's
    • Quelle (c) DIE ZEIT 10.07.2003 Nr.29
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    • Schlagworte Krebs | Raumfahrt | Archiv | Zeitschrift | Seine | Hamburg
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