Auf die jüngsten Gerüchte um neue Kaufgebote für die Mehrheit an der TV-Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media AG reagiert der Verkäufer KirchMedia mit Schweigen. Michael Jaffé, Insolvenzverwalter des ehemaligen Kirch-Konzerns, führe derzeit keine Verhandlungen, heißt es in seinem Umkreis. Auch einige im Gläubigerausschuss sitzende Banken wundern sich nur über Gerüchte, Finanzinvestoren, Investmentbanken und auch der amerikanische Investor Haim Saban stünden Schlange. Doch lange wird Jaffé wohl nicht mehr auf ein konkretes Angebot warten müssen: Seit die Sender nicht mehr im Paket mit dem Filmhandel verkauft werden, die Versorgung der Sender aus den Kirch-Beständen vertraglich gesichert ist und auch eine Kapitalerhöhung von den Gläubigern getragen wird, ist ein Investment in ProSiebenSat.1 Media viel besser einzuschätzen. Der Aktienkurs kennt seit Wochen denn auch nur eine Richtung: nach oben.