Große Töne spuckten die Kicker des FC Bayern München in der Sommerpause: "Real Madrid muss nur vor einer Mannschaft Angst haben in Europa - vor dem FC Bayern." Angst hat der FC Bayern nun offenbar selbst: Bei seiner neuen Hausbank, der HypoVereinsbank, versichert sich der deutsche Rekordmeister gegen ein frühes Aus in der europäischen Champions League. Kein Wunder - in der vergangenen Saison schieden Kahn, Ballack und Co. bereits in der Vorrunde aus. Die Versicherungsexperten der Bank ermitteln aus der Uefa-Rangliste und den Quoten der Sportwettenanbieter eine Prämie und verlangen rund 15 Prozent der maximalen Ausfallsumme. Scheiden die Bayern wieder so früh aus, statt die Champions League zu gewinnen, entgehen ihnen geschätzte 50 Millionen Euro.

Insofern müsste Manager Hoeneß wohl eine Prämie von etwa 7,5 Millionen Euro an die HVB zahlen. Viel Geld zwar, aber so stabilisiert er die Einnahmen des Klubs. Das ist vor allem deshalb notwendig, weil die finanzielle Basis insgesamt viel kleiner ist als die der europäischen Konkurrenz. Unter anderem erhalten die 18 Bundesligavereine in diesem Jahr nur 290 Millionen Euro aus dem Verkauf der TV-Rechte an der Liga, während die englischen Klubs knapp 800 Millionen Euro kassieren.