Dienstag, 8. April 2003: In Dresden trifft sich der Vorstand der IG Metall, um die Nachfolge von Gewerkschaftschef Klaus Zwickel zu beraten. Zwickel favorisiert den baden-württembergischen Bezirksleiter Berthold Huber, der als Modernisierer gilt. Der Vorstand verweigert die Gefolgschaft. Huber und Zwickels Vize Jürgen Peters, als Hardliner bekannt, erhalten je 20 Stimmen. Patt! Am Ende kommt es zum Kompromiss: Peters soll Chef werden, Huber als Stellvertreter den Reformflügel vertreten.

Freitag, 30. Mai: Die IG Metall will in Ostdeutschland für die 35-Stunden-Woche streiken. Den Ausstand organisiert Hasso Düvel, Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen. Formal verantwortlich ist Peters, als IG-Metall-Vize für die Tarifpolitik zuständig.

Sonntag, 1. Juni: Im Chemnitzer Volkswagen-Werk beginnen die Streiks – 120 Mitarbeiter legen während der Nachtschicht ihre Arbeit nieder. Schnell dehnen sich die Ausstände auf die Stahlindustrie in Sachsen-Anhalt und Brandenburg aus.