Eine schlechte Nachricht für manche rheinhessische und rheinpfälzische Weinbauern, aber eine gute Nachricht für den, der wirklich guten deutschen Wein schätzt. Der Export von "Liebfrauenmilch", einem "süßen Weißwein im unteren Preissegment", wie das Deutsche Weininstitut zurückhaltend schreibt, geht seit zehn Jahren kontinuierlich zurück. 2002 wurden nur noch 700 000 Hektoliter des Winzerprodukts ins Ausland geliefert, 1993 waren es noch mehr als 1,2 Millionen Hektoliter und damit mehr als fünfzig Prozent der deutschen Weinausfuhr. Selbst in England, dem Hauptabnehmer, ist Liebfrauenmilch "nur noch bei einer älteren Bevölkerungsschicht gefragt, die relativ selten Wein trinkt".