umwelt Das Paradies im RestlochSeite 5/5
Wenige Kilometer südlich davon in Richtung Bautzen erstreckt sich ein grauenhaftes Meisterstück moderner Landschaftsverödung im Umfeld des Braunkohlekraftwerks Nochten. Dort führt Kilometer um Kilometer eine schnurgerade Straße auf die triste Kulisse des Kraftwerks zu, links Kiefernmonokultur, rechts Kiefernmonokultur, links umzäuntes Sperrgebiet, rechts umzäuntes Sperrgebiet. Landschaft im künstlichen Kiefernknast. Von solch touristenschreckenden DDR-Hinterlassenschaften kann uns nur noch ein Waldbrand befreien.
Dann ließe sich erforschen, wie rasch und vielfältig Pflanzen- und Tierarten den Lebensraum nach kontrollierter Brandrodung wieder erobern. Und wie sich diese Sukzession durch gezielte Eingriffe in Richtung Arten- und Ertragsreichtum steuern lässt. Öde Experimentierflächen gibt es genug. Und beim langen Marsch ins Paradies darf es ruhig ein bisschen rauchen.
- Datum 07.08.2003 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 07.08.2003 Nr.33
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