Musik Diskursrock? Ich bin dafürSeite 2/2
Die schönste Stelle meiner Blumfeld-Pressemappe fand ich in einem Interview mit Distelmeyer, wo er von Leonard Cohen erzählt: „Als er in einem TV-Feature gefragt wurde, ob er verbittert sei, hat er entspannt am Espresso genippt und locker geantwortet: Na klar, immer mal wieder. Kennst du das etwa nicht?“ Das werde ich, ein im heißen Sommer 2003 zu Blumfeld bekehrter älterer Junggeselle, mir für die Zukunft gut merken. Denn meine alten Ohren haben nichts Prätentiöseres gehört als entspannten, professionell und mit hörbarem Spaß an der eigenen Sache gespielten Gitarrenpop, mit einfachen Mitteln verblüffend nuancen- und dimensionenreich, zu deutschen Texten, bei denen es einem nicht vor Peinlichkeit die Zehennägel aufrollt. Meet the new boss. Just like the old boss.
Der Schriftsteller Stephan Wackwitz, Jahrgang 1952, leitet das Goethe-Institut in Krakau. Im Februar 2003 erschien im Fischer Verlag sein Familienroman „Ein unsichtbares Land“
- Datum 28.08.2003 - 14:00 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Serie musik
- Quelle (c) DIE ZEIT 28.08.2003 Nr.36
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







