Interview Die Schuld der Linken an Chiles Untergang
Auch ohne die Unterstützung der USA wäre Allende gestürzt worden: Der Schriftsteller Jorge Edwards über Pinochets Putsch am 11. September 1973
DIE ZEIT: Señor Edwards, wie kaum ein anderer chilenischer Schriftsteller sind Sie als Sekretär und enger Freund Pablo Nerudas mit den Verwerfungen in Ihrem Land, aber auch mit der Realität des kommunistischen Kubas konfrontiert worden. Was sind Ihre Erinnerungen an den 11. September 1973, als General Pinochet in einem blutigen Putsch zur Macht gelangte?
Jorge Edwards: Ich war damals chilenischer Botschaftsrat in Paris. Mein unmittelbarer Vorgesetzter war Pablo Neruda, der sich wegen einer schweren Erkrankung jedoch gerade in der Heimat aufhielt. Nur wenige Tage nach Pinochets Putsch starb er in seinem Haus auf der Isla Negra. Ich selbst war in der Zeit in einem kleinen Dorf südlich Barcelonas, wo ich mich mit Carlos Barral traf, dem seinerzeit wichtigsten spanischen Verleger, der auch meine Bücher herausbrachte. Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern. Plötzlich stürzt meine Enkelin ins Zimmer und ruft: „Sie bombardieren die Moneda!“ Damit hatte selbst ich nicht gerechnet – Bomben auf den Amtssitz von Präsident Allende! Wenig später kam noch Mario Vargas Llosa dazu, und alle saßen wir entsetzt vor dem Fernseher. In diesem Moment wusste ich, dass die Demokratie in Chile für eine lange, sehr lange Zeit verloren sein würde; was wir da sahen, war weder ein Zufall noch eine Episode. Die Assoziation, die mir damals kam, war die zum Spanien der dreißiger Jahre – inklusive eines Frankismus, der dann jahrzehntelang wie Mehltau über dem Land lag.
ZEIT: Aber in Chile hatte es zuvor keinen Bürgerkrieg gegeben.
Edwards: Vielleicht keinen offenen, aber einen verdeckten sehr wohl. Es war Allendes großes Versäumnis, den Mittelstand im Land nicht als Verbündeten gewonnen zu haben und damit zuzulassen, dass diese wichtige Bevölkerungsgruppe offen wurde für ein faschistisches Abenteuer. Leider existierte auch keine Allianz zwischen der regierenden Unidad Popular und den Christdemokraten, der großen demokratischen Oppositionspartei. Es gab zwar Verhandlungen, doch endeten diese Treffen als Fiasko. Als die Christdemokraten die Gespräche für gescheitert erklärten, wirkte dies wie grünes Licht für jene Kräfte in der Armee, die sich auf einen Staatsstreich vorbereiteten. Damit war das Schicksal der Allende-Regierung besiegelt.
ZEIT: Welche Rolle spielten damals die kubanischen und sowjetischen Berater?
Edwards: Bis heute wird der Einfluss Moskaus auf Allende überschätzt – wie umgekehrt der Einfluss Washingtons auf die Putschisten. Nein, da hilft alles nichts: Das Dilemma war hausgemacht. Wobei Kuba natürlich tatkräftig die extreme Linke innerhalb und außerhalb der Sozialistischen Partei unterstützte. Diese oft auch paramilitärisch bewaffneten Gruppierungen taten alles, um sich den Mittelstand zum Feind zu machen und beispielsweise die Nationalisierungen und Landreformen, die nur die Oligarchie betreffen sollten, maßlos auszuweiten. Einen schlimmeren Bärendienst hätte man dem eigentlich doch luziden Prädidenten Allende nicht erweisen können. Ich glaube nicht, dass bei diesem Spiel auch die Sowjetunion mitmischte. Im Gegenteil: Die absolut moskauhörige KP, die mit in der Koalitionsregierung saß, war strikt gegen diese Aktionen und verfocht einen eher moderaten Kurs. Clodario Blest, der legendär gewordene Gründer der chilenischen Arbeitervertretung, hatte es offen ausgesprochen. „Hört sofort mit dieser selbstmörderischen Politik auf!“ Der Präsident konnte nur resigniert schweigen, denn ihm war die Kontrolle über die Linksaußen-Aktivisten längst entglitten. Anstatt Gerechtigkeit zu schaffen, gelang es diesen Leuten, das Land in atemberaubender Schnelligkeit herunterzuwirtschaften. Endlose Autoschlangen vor den Tankstellen, leere Metzgerläden in der Hauptstadt, selbst Mangel an so etwas Banalem wie Zahnpasta: eine Alltagsmisere nach der anderen und ein Dilettantismus, der es mit geradezu lehrbuchhafter Konsequenz fertig brachte, auch viele der so genannten kleinen Leute gegen die Regierung aufzubringen.
ZEIT: Warum wagt man auch nach drei Jahrzehnten nicht, darüber zu reden? Weil das Stichwort „Chile“ noch immer eine abrufbereite Vokabel im ideologischen Diskurs darstellt?
Edwards: Genau um diese Folklore und Legendenbildung geht es. Mit Verweis auf den durch Pinochet einsetzenden Horror lässt sich noch heute jede kritische Frage nach der Zeit davor als „revisionistisch“ abstempeln. Hinzu kommt, dass viele chilenische Intellektuelle durch ihre Exilzeit geprägt sind – wenn sie an Chile denken, dann vor allem an jene traumatische Zeit nach dem 11. September 1973. Sie befinden sich noch immer in einem emotionalen Ausnahmezustand, der es unmöglich macht, kühlen Blutes die Vergangenheit zu analysieren. Natürlich ist es noch heute sehr einfach, die damalige Rolle der Vereinigten Staaten zu dämonisieren. Es stimmt, sie übten damals einen sehr üblen Einfluss aus und hatten Pinochet bereits vor dem 11. September heimlich unterstützt; ich fürchte allerdings, diesen Putsch hätte es auch ohne diese Beihilfe gegeben. Die reaktionäre Oligarchie hatte Angst um ihre Pfründen, der Mittelstand wurde von der Regierung verprellt, während die Planwirtschaft das Land verarmen ließ. Die extreme Linke missbrauchte Chile als Spielwiese für ihre revolutionären Utopien. Präsident Allende war zu schwach, um diesem massiven Druck auf Dauer etwas entgegensetzen zu können. Der Fingerzeig auf Washington lenkt nur davon ab, dass die Partikularinteressen in der chilenischen Gesellschaft die Demokratie aushöhlten und schließlich zerstörten.
ZEIT: Nun gibt es in Ihrer Biografie etwas, das Sie von Ihren Schriftstellerkollegen unterscheidet: Kurz vor dem Putsch hatten Sie sich bereits mit einer anderen Diktatur angelegt…
Edwards: Ja, und zwar mit Castros Regime. Seit 1964 gab es zu Kuba keine diplomatischen Beziehungen mehr, was Salvador Allende nach seinem Wahlsieg natürlich ändern wollte. Also schickte er mich als seinen Sondergesandten nach Havanna, um dort eine Botschafts-Struktur aufzubauen. Ich blieb allerdings nur wenige Monate auf der Insel, dann wurde ich ausgewiesen.
ZEIT: So schnell?
Edwards: Man kann auch sagen: so langsam. Ich brauchte einige Monate, um das Regime zu durchschauen. Revolutionstouristen wie Sartre oder Simone de Beauvoir waren ungleich rapider: Bereits nach wenigen Tagen in der Karibik stand für die meisten von ihnen fest, dass hier der alte Menschheitstraum von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit Realität geworden war. Ich muss zugeben, dass ich bei einem Besuch 1968 genauso euphorisch und blind gewesen bin. Was ich dann aber zu Beginn der siebziger Jahre sah, war etwas völlig anderes. Sie dürfen nicht vergessen: Ich kam nicht nur als chilenischer Diplomat, sondern vor allem als ein Schriftsteller ins Land, den seine kubanischen Kollegen gut kannten. So gut, dass sie sich mir bald anvertrauten und von der allgegenwärtigen Repression, der Bespitzelung und dem Misstrauen untereinander erzählten, von der ideologischen Rigidität des Regimes, das ihre Freiräume immer weiter verengte – völlig unbemerkt vom Ausland. Sie kennen die berüchtigte Affäre Padilla: Die Verhaftung des Dichters Heberto Padilla, das schauprozessartige Geständnis, das er ablegen musste, und die darauf folgende Abwendung vieler damaliger Linksintellektueller von Kuba; von Sartre bis Enzensberger protestierten sie alle gegen dieses Unrecht.
ZEIT: Weil es einen der ihren getroffen hatte?
Edwards: Ja, so kann man all unsere vermeintlich heroischen Gesten durchaus sehen: Selbst wir, die erklärten Universalisten, wachen zumeist erst dann auf, wenn es jemandem vom eigenen Stamm trifft. Um auf Padilla zurückzukommen: Er wurde verhaftet, kurz nachdem er bei mir im Hotel gewesen war und wir lange über die Situation in Kuba gesprochen hatten. Drei Tage später musste ich das Land verlassen. Vorher wurde ich jedoch noch zum Kulturminister einbestellt, und unerwarteterweise war auch Castro selbst anwesend. Er zeigte sich enttäuscht und wütend über mich und klagte Padilla an, einen Umsturz geplant zu haben. Das war natürlich die Paranoia eines Diktators, aber dennoch wusste er genau, was er wollte: Die Entwicklung sollte in Richtung chinesischer Kulturevolution gehen, der Flirt mit der westeuropäischen Linken war vorbei. „Mit diesen Intellektuellen ist Schluss“, brüllte er und brüstete sich damit, auf deren Urteil keinen Wert mehr zu legen. Das war schon deshalb absurd, weil ich Castro zuvor nie als einen Liebhaber und Kenner der Literatur wahrgenommen hatte – der musische Fidel existierte nur in der Optik westlicher Sympathisanten.
ZEIT: Und in der Optik des Schriftstellers Gabriel Garcia Marquez.
Edwards: Was der große Schriftsteller und der Tropendiktator aneinander finden, ist selbst Stoff für einen Roman; ich jedenfalls werde ihn nicht schreiben. Apropos „Verschwörung“: Der pure Zufall wollte es, dass zwei Jahre später Persona non grata gleichzeitig mit Enzensbergers Verhör von Habana erschien.
ZEIT: Fürchteten Sie nie, Beifall von der falschen Seite zu bekommen?
Edwards: Nein, denn diese Seite – ich nehme an, Sie meinen damit die Rechte – hat noch nie irgendein Buch, ein Argument, eine Idee benötigt, um zu handeln; zumindest gilt dies für Lateinamerika. Diesen Leuten geht es primär um Geld, Macht, Einfluss, Ländereien und den unkontrollierten Zugriff auf die natürlichen Ressourcen – die würden nicht einmal aus einem Missverständnis heraus einem Intellektuellen Beifall spenden. Anders war es schon mit der äußersten Linken: Sie wollte ich erreichen, ganz besonders jene in Chile. Ich wollte ihr klarmachen, dass Castros totalitärer Insel-Sozialismus keinesfalls die Alternative zur fortdauernden sozialen Ungerechtigkeit auf unserem Kontinent sein konnte. Trotz der vielen Arbeit in der chilenischen Botschaft in Paris schrieb ich jeden Morgen Seite für Seite an diesem Buch – wie im Fieber und doch mit kühlem Kopf. Die Zeit drängte.
ZEIT: Wie hat Ihr Freund Pablo Neruda reagiert?
Edwards: Er sagte: „Jorge, du musst dieses Buch schreiben, aber vergiss nicht: Du darfst es nicht veröffentlichen, die Zeit ist noch nicht reif dafür.“ Lebte Neruda heute noch, würde er wohl das Gleiche sagen. Das ist ja das klassische Argument derer, die bereits zweifeln, aber den Bruch mit der Ideologie immer weiter hinauszögern wollen: Es ist nicht die richtige Zeit, nicht der richtige Ort, nicht der richtige Ton et cetera. Denn auch Neruda hatte diese Anwandlungen des berühmten „Bis hierher und nicht weiter“, die im Frühjahr dieses Jahres sogar einen José Saramago dazu brachten, unter dem Eindruck der neuesten Repressionswelle dem Castro-Regime per El País ein klares Adieu zukommen zu lassen. Drei Jahrzehnte früher aber gab es noch das alte Block-Denken, und als die Sowjets im August 1968 in Prag einmarschierten, war das Einzige, was ich von meinem Freund Pablo zu hören bekam, die launig-melancholische Bemerkung: „Ich fühl mich heute so tschechoslowakisch…“ Mein Buch jedoch hat dann eine seltsame Karriere gemacht: Kurz nachdem ich das Manuskript von Persona non grata fertig gestellt hatte, putschte Pinochet. Nun war es also wirklich unmöglich, so etwas in dieser Zeit kommentarlos zu veröffentlichen. Ich schrieb deshalb einen Epilog, der sich mit den Verbrechen der Militärs in Chile auseinander setzte, und ließ das Buch in Spanien veröffentlichen. Castro soll getobt haben, und General Pinochet, der mich bereits vorher aus dem diplomatischen Dienst geworfen und in die Emigration gezwungen hatte, reagierte ebenso: Der Epilog sei nichts als Hetze und Lüge aus der Feder eines Vaterlandsverräters, folglich gehöre das Buch verboten. Vielleicht ist es ja nur die Marotte eines alten Mannes, aber ich muss sagen, dass ich sehr stolz darauf bin, es mir mit zwei Menschenschindern gleichzeitig verdorben zu haben.
ZEIT: Umso seltsamer, dass Persona non grata bis heute keinen deutschen Verleger gefunden hat.
Edwards: So seltsam finde ich das nicht. Auch Kuba ist ja in Deutschland positiv besetzt – als eine Art Traum-Eiland oder utopischer David, der sich seit Jahrzehnten tapfer gegen den Goliath USA behauptet. Inzwischen gibt es Persona non grata auf der ganzen Welt in unzähligen Auflagen und Übersetzungen, dagegen bei Ihnen in Deutschland – nichts. Bei Kiepenheuer & Witsch schrieb man mir: „Wir mögen dieses Buch, aber veröffentlichen werden wir es nicht.“ Auch Suhrkamp zierte sich – nicht zuletzt unter dem Einfluss von Michi Strausfeld, die eine großartige Vermittlerin lateinamerikanischer Kultur ist, aber mein Buch hasst und eine Menge getan hat, um seine Veröffentlichung im deutschen Sprachraum erfolgreich zu verhindern.
ZEIT: Bereits Anfang der achtziger Jahre sind Sie nach Chile zurückgekehrt. Hatten Sie keine Angst?
Edwards: Ein wenig schon, aber es zog mich in die Heimat zurück, sozusagen zum Humus, aus dem meine Romane entstehen. Die blutigen Säuberungen der Monate und Jahre nach dem Putsch hatten aufgehört, obwohl Chile natürlich eine abstoßende Diktatur war. Ich habe damals zusammen mit Kollegen ein Komitee gegen die Zensur gegründet, um Bücher vom Index zu holen. Natürlich wurden wir von den Konservativen und den Stützen des Regimes angefeindet, aber oft hatten wir auch Erfolg und konnten so vor Gericht erreichen, dass zum Beispiel das Verbot der Bücher Isabel Allendes aufgehoben wurde.
ZEIT: Es gab unter Pinochet unabhängige Richter?
Edwards: Ich wusste, dass Sie das überraschen würde. Man begibt sich aufs Glatteis, wenn man davon berichtet, dass Pinochets Diktatur – ungleich blutiger und massenmörderischer als die Castros – vom Ende der siebziger Jahre an dennoch nicht mehr in der Lage war, die gesamte Gesellschaft zu beherrschen. Aus diesem Grund wollten auch viele Exilanten wieder zurück ins Land, nur ließ Pinochet das in vielen Fällen nicht zu. Umgekehrt wollen Zehntausende, wenn nicht sogar mehr, heraus aus Kuba, doch Castro verweigert dies. Relativiere ich die Gräuel, die nach dem Putsch von 1973 passiert sind, wenn ich diese Tatsache erwähne? Ich glaube nicht. Man darf ja nicht vergessen, dass die Freiräume in Chile nicht auf eine Konzilianz der Militär-Junta zurückzuführen waren, sondern auf die Stärke der Zivilgesellschaft. Im Zentrum um Pinochet waren natürlich die unzähligen Mörder und Folterer, die ihre Repression sogar ins Ausland trugen, wie die Ermordung von Allendes ehemaligem Außenminister Orlando Letelier in Washington zeigte. Gleichzeitig gab es jedoch auch die so genannten Chicago Boys, junge Wirtschaftsexperten, Liberalisierer im ökonomischen Bereich. Für diese Leute war der Terror nach innen und außen zuerst einmal schlecht fürs Geschäft – also versuchten sie, die Militärs zu mäßigen. Auch wenn es manche Linke bis heute nicht wahrhaben wollen: Die Frage des privaten Eigentums und seines Schutzes ist eine ganz zentrale – gerade dann, wenn man eine demokratische Emanzipation der Gesellschaft will. Der private Sektor, von Pinochet nicht abgeschafft, wurde in den achtziger Jahren mehr und mehr zum Motor der Veränderung, so etwa im Bildungswesen, wo an privaten Schulen und Akademien freies, diktaturkritisches Denken gelehrt werden konnte. Und vergessen Sie nicht all die Buchhandlungen, in denen regimekritische Lesungen veranstaltet wurden. Als jemand, der die totale Kontrolle in Kuba erlebt hat, kann ich immer nur wiederholen, wie wichtig und subversiv diese Vielzahl von Freiräumen sein kann. Es war ein langer Lernprozess, dem sich auch die katholische Kirche und der Mittelstand, ja selbst Teile der Oberschicht nicht länger verschließen konnten: Es gibt keine wirkliche Modernisierung ohne Demokratisierung, folglich mussten die Militärs weg. Besonders die Kirche hat sich dann im Oktober 1988 aktiv dafür eingesetzt, dass die Bevölkerung an dem von Pinochet schließlich akzeptierten Referendum auch wirklich teilnahm und mit ihrer Stimme die Zukunft des Landes entschied. Lange Reihen vor den Wahllokalen, lebende Gedichtzeilen in Erwartung der Freiheit – Pablo Neruda hätte es bestimmt gefallen. Als dann gegen vier Uhr morgens klar wurde, dass wir gewonnen hatten und sich Pinochet zurückziehen musste, begann in Santiago ein riesiges Fest. Das zählt zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens, aber um nun nicht in romantisierenden Kitsch zu verfallen, darf man eines nicht vergessen: 60 Prozent der Chilenen votierten gegen Pinochet, aber immerhin 40 Prozent für ihn.
ZEIT: Und heute?
Edwards: Würde man jetzt noch einmal die gleiche Umfrage starten, gäbe es für ihn natürlich deutlich weniger Zustimmung, aber all das beweist nur eines: Die Verhältnisse vor und nach dem 11. September 1973 waren ungleich komplexer, als es die Ideologen der Linken oder auch der Rechten bis heute wahrhaben möchten.
Marko Martin veröffentlichte zuletzt „Eine Zeitschrift gegen das Vergessen. Bundesrepublikanische Traditionen und Umbrüche im Spiegel der Kulturzeitschrift ,Der Monat‘“ (Peter Lang Verlag, 2003)
- Datum 11.09.2003 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 11.09.2003 Nr.38
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