gesellschaft Im Mikrokosmos der FrittenbudenSeite 3/3
Am Wittenbergplatz werden wir endlich fündig. Ohne größere Katastrophen gelingt es, die „Schälchen aus Schlaffporzellan“, wie der Berliner sagt, zum Stehtisch zu balancieren. Der Plastik-Dreizack bohrt sich ins darmlose Fleisch, Gelegenheit für die finale Frage: „Frau Naumann, wo gibt es die beste Currywurst?“ – „Ach, das fragen mich ja alle. Die beste gibt es nicht“, seufzt sie und schaut nun doch wie eine Lehrerin. „Es gibt nur Lieblings-Currywürste.“
Elisabeth Naumann begann ihr Studium mit 66 Jahren. Zur wissenschaftlichen Datenerhebung aß sie sich durch die Angebote der Berliner Frittenbuden und stoppte die Zeit, die andere Kunden für den Verzehr einer Currywurst aufwenden. Die Dissertation der achtzigjährigen Soziologin zum Thema Kiosk (mit dem Schwerpunkt Schnellimbiss) erscheint jetzt als Buch
- Datum 11.09.2003 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 11.09.2003 Nr.38
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