mannesmann-affäre Erst kassieren, dann klagen

Tagebuch einer Affäre

22. Oktober 1999: Mannesmann will den britischen Mobilfunkbetreiber Orange kaufen. Konkurrent Vodafone, mit 34 Prozent an Mannesmann Mobilfunk beteiligt, fühlt sich herausgefordert.

7. November: Vodafone-Chef Chris Gent plädiert für eine Fusion. Klaus Esser, der Mannesmann-Vorstandschef, lehnt ab.

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14. November: Vodafone veröffentlicht ein offizielles Übernahmeangebot. Gent bietet je Mannesmann-Aktie 43,7 Vodafone-Anteile.

19. November: Gent erhöht das Angebot auf 53,7 Vodafone-Aktien und spricht jetzt direkt die Mannesmann-Aktionäre an. Aus der Fusionsidee ist der Plan einer feindlichen Übernahme geworden. Der Wert der Vodafone-Offerte beträgt umgerechnet 124 Milliarden Euro. Es ist das höchste Übernahmeangebot der Wirtschaftsgeschichte. Mannesmann lehnt ab.

23. November: Auf einer Protestdemonstration in Düsseldorf wenden sich rund 1000 Mannesmann-Betriebsräte gegen die Übernahme. Ihre Parole: „Wir lassen uns nicht kaufen!“

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