Der Chefberater und Experte für internationale Kapitalmärkte im Internationalen Währungsfonds (IWF), Gerd Häusler, trägt sich angeblich mit Abwanderungsgedanken. Häusler war lange Jahre in der Deutschen Bundesbank - zuletzt im Direktorium und im Zentralbankrat - und dann im Vorstand der Dresdner Bank, bevor ihn IWF-Chef Horst Köhler vor zwei Jahren zum Währungsfonds holte. Dort übernahm er die Leitung der von Köhler neu geschaffenen Kapitalmarktabteilung, die nach Köhlers Vorstellung eine zentrale Rolle im IWF spielen sollte. Vor allem sollte sie die Fähigkeit des Fonds verbessern, Anzeichen für Krisen an den Finanzmärkten schnell zu erkennen und früh vor möglichen Währungsturbulenzen zu warnen. Doch die Ergebnisse seien bislang enttäuschend, sagen Insider. Der Abteilung liefen die Mitarbeiter davon, und Häusler habe Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden.