Roman Kempowskis AbschiedSeite 3/3
Sowtschick aber überlebt die alte BRD und die alte DDR nicht um einen Tag, weil er einer ist, der in ihnen und ihren Scheinwidersprüchen noch weitgehend aufgeht. Seine wehmütig-grausame Hinrichtung in einem New Yorker Hotelzimmer ist Walter Kempowskis nachgetragener Abschied von einer seiner „Entfaltungen“, der eine andere gefolgt ist. Das Echolot hat gezeigt, was alles man nicht verstanden hatte, als man Tadellöser & Wolff so gut verstanden, aber doch auch verharmlosend gefunden hatte. (Wenngleich vergnüglich!)
π Walter Kempowski: Letzte Grüße
Roman; Knaus Verlag, München 2003; 432 S., 22,90 ¤
- Datum 09.10.2003 - 14:00 Uhr
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- Serie belletristik
- Quelle (c) DIE ZEIT 09.10.2003 Nr.42
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