Saddam Castro.

Washingtons Chefdiplomat für Lateinamerika, Roger Noriega, ist offenbar ein positiv denkender Mensch. Er glaubt jedenfalls, der Vorwurf, Fidel Castro forsche an Massenvernichtungswaffen, könnte ihm irgendwie weiterhelfen.

Während einer Anhörung des US-Senats fragte ihn ein demokratischer Abgeordneter, warum die USA eigentlich noch die Sanktionen gegen Kuba aufrechterhalten, wo die Insel doch längst keine Gefahr mehr für die Nation berge. Aber nicht doch, antwortete Noriega. Im Außenministerium gehe man davon aus, "dass Kuba mindestens ein begrenztes, in Entwicklung begriffenes, offensives Biowaffenprogramm betreibt und andere Schurkenstaaten mit Technik beliefert." Jetzt sind wir aber gespannt, welche Beweise Noriega dafür demnächst liefert. Milzbrand im Zuckerrohr? Cohibas in verdächtigen Aluminiumstäben? Und waren da nicht auch mal diese Raketenabschussrampen?

Ausgezeichnet.

"Ausgebremst: Wer in Deutschland neue Jobs verhindert", heißt ein Journalistenwettbewerb, den die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsmagazin Impulse ausschreibt. Für ihren Artikel Vorsicht, Innung! (ZEIT Nr. 23/03) erhält Ulrike Meyer-Timpe, regelmäßige Autorin im Wirtschaftsressort, einen der beiden ersten Preise.

Aus der Redaktion.

Gero von Randow ist zur ZEIT zurückgekehrt, als Redakteur im Politischen Ressort. Für die ZEIT schrieb er bereits in den Jahren 1992 bis 2001 - als Wissenschaftsredakteur, Mitbegründer der Reformwerkstatt, als Leiter der Themenseite und stellvertretender Politikchef. In den vergangenen zwei Jahren leitete er den Wissenschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.