medien „Letzte Ölung“Seite 9/10
Ein Dokumentar-Team macht sich derweil auf dem Bildschirm auf den Weg in die Slowakei, um dort die Verwandten von Andy Warhol zu besuchen. Das Ergebnis nennen sie „Absolut Warhola“.
KOFLER:Absolut Warhola habe ich gesehen. Recht ironisch, zuweilen sarkastisch. Aber viele Zuschauer werden das nicht verstehen.
Der Popart-Künstler stammt aus einem kleinen Dorf in der Provinz. In Medzilaborce sitzt Michal Warhola in seiner Küche – ein Vetter des Künstlers mit einem vom Leben gezeichneten Gesicht. Offensichtlich hat er an diesem Tag schon ziemlich viel getrunken und stößt nun mit dem Filmteam auf Andy, „Andrejku“, wie er sagt, an. Die Gläser mit Sliwowitz hat er auf Postern abgestellt, die Warhols Werke zeigen. „Nastrowje. Und ihr trinkt auch. Auf Andy!“ Ein Nachbar erzählt später, dass sie im Dorf zwar schon gewusst haben, dass Andy Warhol ein Maler gewesen sei, aber ob er nun Häuser angestrichen oder Bilder gemalt habe, das sei ihm nicht bekannt gewesen. Die Dokumentation hat für diese Mischung aus Provinz und Popart einen Grimme-Preis bekommen. Finanziert wurde sie von NDR, MDR und WDR.
- Datum 23.10.2003 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 23.10.2003 Nr.44
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