[Abstract] Wenn heute Gräber nach 25 Jahren wieder geöffnet werden, finden die Friedhofsgärtner häufig unverweste Leichen vor. Solche Wachsleichen entstehen, wenn der Verwesungsvorgang mangels Sauerstoff ins Stocken gerät – die toten Körper konservieren sich selbst. Schuld daran sind meist tönerne oder vom vielen Verwesen ausgelaugte Böden, Kunststofffaserkleidung, schwere Eichen- oder Bleisärge und das viele Blumengießen. Abhilfe schaffen einige Gemeinden mit wiederverwendbaren, in die Erde eingelassenen Grabkammern. In ihrem Hohlraum befindet sich genügend Luft zum vollständigen Verwesen. Eine andere Methode zur Beseitigung vorhandener Wachsleichen ist ein Bohrer, der sich bis in die Leiche vorarbeitet und den Zersetzungsvorgang in den Überresten mithilfe eines Präparats neu in Gang bringt.[Zum Artikel]