„Eine offene Einladung an die Adresse der Rechtsradikalen“Seite 2/2
Friedrich Merz antwortete mit Datum vom 24. Juli 2001: Er wies darauf hin, dass Hohmann nicht Kurator der Stiftung sei, wie Brozik fälschlich angenommen hatte. („Mein Kollege Martin Hohmann“, so Merz, habe die Fraktion nur „einmalig in der konstituierenden Sitzung des Kuratoriums am 31. August vergangenen Jahres vertreten.“) Sodann erklärte Merz lapidar, dass Hohmann bloß „Berichterstatter der Fraktion“ für die Stiftung sei. Im übrigen vertrete die Union eine eindeutige Position. Merz endete mit dem freundlichen Hinweis: „Überdies hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im vergangenen Jahr zum ersten Mal im Deutschen Bundestag eine Debatte über jüdisches Leben in Deutschland angeregt, in der ich als einziger der Damen und Herren Fraktionsvorsitzenden meine Fraktion selbst vertreten habe. Mit freundlichen Grüßen Friedrich Merz“. Die Jewish Claims Conference verzichtete damals auf einen weiteren Brief.
Am vergangenen Donnerstag erklärte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Wolfgang Bosbach: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt eine Klage über die Tätigkeit von Martin Hohmann in diesen Funktionen gehört.“ Vielleicht hat Bosbach sie nur gelesen.
- Datum 07.11.2003 - 13:00 Uhr
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