Erforscht & Erfunden
Milch machte munter Evolution
Die Milch hat Spuren im Erbgut hinterlassen – im menschlichen wie auch in dem der Kühe. Weil ihre Urahnen auf Milchwirtschaft umstellten, bildeten die Nordeuropäer die Fähigkeit aus, Milchzucker zu verdauen. Französische Forscher stießen außerdem auf nordeuropäischen Weiden am häufigsten auf sechs Kuh-Gene, die für die Milchproduktion wichtig sind Online-Ausgabe). Damit glauben die Forscher belegt zu haben, dass die Milchwirtschaft zur genetisch-kulturellen Koevolution von Mensch und Rind geführt hat.
Es spricht in uns der Anatole
Auf der Suche nach den Ursprüngen der Zivilisation haben Forscher der Universität im neuseeländischen Auckland 84 der indoeuropäischen Sprachen untersucht. Zu ihnen zählt neben Englisch und Deutsch auch Bengalisch. Das Ergebnis: Die Wurzeln unserer Sprache liegen in Anatolien. Vor 8000 bis 9000 Jahren soll sie sich von dort aus mit der Landwirtschaft ausgebreitet haben (Nature, Bd. 426, S. 435).
Die Hoffnung stirbt bald
Für die Rettung der Marssonde Hoffnung gibt es nach Angaben der japanischen Raumfahrtbehörde kaum noch ein Fünkchen derselben. Die Sonde war durch Sonnenwinde im Laufe ihrer Reise stark beschädigt worden. Noch versuchen die Ingenieure, das Fluggerät in einer Umlaufbahn um den Mars zu parken. Klappt dies nicht, könnte Hoffnung am 14. Dezember auf den Mars stürzen. Dort liegt schon russischer und amerikanischer Weltraumschrott.
- Datum
- Quelle (c) DIE ZEIT 27.11.2003 Nr.49
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