Herr Jähn, Sie waren einer der Helden meiner Kindheit.

Jähn : Daran bin ich völlig unschuldig.

In der DDR wurden Sie in Liedern besungen. Wir haben in der Schule mit Wasserfarben Kosmonauten gemalt. Und in den Zeitschriften waren Sie das leuchtende Vorbild dafür, wie weit man es bringen konnte als Arbeiterkind .

Jähn : Das sind Ihre Kollegen, die Sie da belangen müssen.

Waren Sie nicht gern ein Held?

Jähn : Nein, ich habe mich nie als Held gefühlt. Man hatte eine Aufgabe – das war eine tolle Sache –, und die hat man halt erfüllt.

Herr Merbold, ich bin im Westen aufgewachsen und kenne Sie aus dem Fernsehen, allerdings waren Sie nicht der Held meiner Kindheit. Ist es das Schicksal des Zweiten, immer auch der erste Verlierer zu sein?