Im Dossier werden "Islamisten" mit Terroristen gleichgesetzt oder generell des Terrorismus verdächtigt. Man spricht von "islamisch motivierten Terroranschlägen". Sind Terrorakte in Nordirland oder Baskenland "christlich motiviert"? Man stellt fest, dass "Islamisten hierzulande bisher kein Blutbad angerichtet haben". Unter der Vielzahl islamistischer Kräfte gibt es eine Minderheit, die Terrorakte ausübt. Die meisten lehnen al-Qaida ab.

Heinz-Dieter Winter, Vogelsang

Wer in den Medien die ständigen Warnungen vor Terroranschlägen verfolgt, der müsste eigentlich überrascht sein, wie wenig wirklich passiert (nämlich nichts). Parallel zum Diskurs der ständigen Bedrohung ist allerdings sehr real zu verfolgen, wie der Staat seine Befugnisse und Überwachungstätigkeiten kontinuierlich ausweitet. In den USA hat diese Entwicklung nach dem 11.

September zur faktischen Auflösung demokratischer Strukturen geführt, von der sich das Land erst allmählich erholt. Für Demokraten ist nicht nur der Terrorismus eine Bedrohung, sondern auch die Diskurse, die über Terrorismus geführt werden.

Dr. Stefan Gößling, Malmö

"Zahlt sich das Nein zum Irak-Krieg aus?" Ich halte diese Formulierung für instinktlos, einen Zusammenhang zwischen dem Schröderschen Friedenspopulismus und der Bedrohung Deutschlands anzudeuten, der auf eine Art Ablasshandel mit Terroristen hinausliefe.

Karsten Geburtig, Berlin