Saddam Hussein wurde am 13. Dezember in einem Erdloch bei Ad Dawr südlich von seiner Heimatstadt Tikrit von US-Soldaten (nach verschiedenen Quellen sollen auch Kurdischen Kämpfer teilnehmen haben) festgenommen, berichtete der US-Zivilverwalter Paul Bremer in seiner Pressekonferenz. Laut dem Kommandant der US-Truppen im Irak, Ricardo Sanchez", sei "der Gefangene Saddam Hussein gesprächsbereit und kooperativ. Das war ein müder Mann und ich denke auch ein resignierter Mann. Die ärztliche Untersuchung hat gezeigt, dass er keine Verletzung hat und bei guter Gesundheit ist."Wie die Truppen der 4. Infanteriedivision zusammen mit Spezialeinheiten der Koalition die Operation "Morgenröte" zum 66-Jährigen Ex-Präsident gekommen seien, erklärte weiter Sanchez: "Durch ein Zusammenspiel von Hinweisen aus der Bevölkerung, Geheimdienstauswertungen und Verhören von Festgenommenen sind wir den Aktivitäten Saddams immer dichter auf die Spur gekommen. Diese Bemühungen führten schließlich zur Durchsuchung des Bauernhauses, in dem wir Saddam gefasst haben".Erstmal totgesagt, der Flüchtling hatte durch Kassetten mit Widerstand-Aufrufen mehrmals in der Öffentlichkeit wieder aufgetaucht.Die Nachricht der Haft des irakischen Ex-Machthabers hat Jubel und Freundenschüsse in den Straßen von Bagdad ausgelöst – für manchen es sei jedoch eine Schmach und eine Schande für alle Iraker, dass ihr Präsident den Amerikanern in die Hände gefallen sei. Die unerwartete Information wurde von Staats- und Regierungschef in aller Welt begrüßt; Alle sind einigt: nun kann endlich der demokratische Prozess in Irak beginnen.In einem kurzen Bericht sagte der amerikanische Präsident George W. Bush, dass dieses Ergebnis "entscheindend für den Aufstand von einem freien Irak" sei . Er warnte aber, dass es keinesfalls das Ende der Gewalt in Irak bedeutete.Bundeskanzler Schröder beglückwünschte Präsident Bush für seine erfolgreiche Aktion und sagte: "Saddam Hussein hat unsägliches Leid über sein eigenes Volk und die ganze Region gebracht. Ich hoffe, dass seine Festnahme die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft zum Wiederaufbau und zur Stabilisierung des Irak fördern wird." Außenminister Joschka Fischer hoffte, "dass die Gewalt abnimmt, der Terror zum Stillstand im Land kommt und der Wiederaufbau energisch vorangebracht werden kann."Für Tony Blair repräsentiert der Arrest von Saddam Hussein nicht nur einen Sieg der westlichen Truppen, sondern auch einen Sieg den Irakern. "Das ist eine sehr gute Nachricht für das irakische Volk – sie fegt den Albtraum einer Rückkehr des Saddam-Regimes hinweg, der allzu lange wie ein Schatten auf ihm lastete. (...)Es ist eine Zeit zum Feiern. Wir können die Vergangenheit jetzt hinter uns lassen. Seine Herrschaft bedeutet Terror, Teilung und Brutalität; jetzt lasst uns dafür sorgen, dass seine Festnahme zu Einheit, Versöhnung und Frieden bei allen Menschen in Irak führt."Nun stellt sich die unmittelbare Frage, welches Gericht für den ex Irak-Chef zuständig ist. Es gibt wahrscheinlich kein und ein spezielles Gericht auf internationalen Rechtsstandard müsste geschaffen werden. Saddam Hussein solle "die Gerechtigkeit erfahren, die er Millionen Menschen verweigert habe" sagte der amerikanische Präsident in seine Rede. Nach dem Willen des britischen Premier soll der Ex-Diktator vor einem irakischen Gericht "für seine Verbrechen gegen das irakische Volk" verantworten.