Weil es so schön war, machen wir das Ganze noch einmal. Im letzten Jahr nämlich, 2002, hatten nicht nur viele Leser Freude daran, sondern auch ich. Also wiederholen wir den Spaß einfach. Wovon die Rede ist?

Vom ZEIT- Kochwettbewerb. Hiermit fordere ich alle auf, daran teilzunehmen, denen anspruchsvolles Essen eine Notwendigkeit ist und die auch beim entsprechenden Kochen Befriedigung finden. Notabene: alle, denen das Kochen zum Hobby geworden ist. Profiköche dürfen nicht teilnehmen.

Also alles wie gehabt: Menü ausdenken, ausprobieren, aufschreiben, abschicken und darauf warten, dass die Einladung kommt, das Aufgeschriebene einer hochkarätigen Jury vorzukochen.

Dafür stehen den Hobbyköchen wieder allerbeste Hotels zur Verfügung, prächtige Häuser in Köln, Wiesbaden, München, Wien, Wolfsburg und abschließend, wenn sich herausgestellt hat, wer die fünf Allerbesten sind, die Küche des neuen Ritz-Carlton-Hotels am Potsdamer Platz in Berlin. Wer dort dabei sein wird, kann von sich behaupten, zu Deutschlands besten Hobbyköchen zu zählen.

Was mir am letzten Kochwettbewerb so viel Spaß gemacht hat, waren zunächst einmal die Kommentare der Einsender. Ihre Bekenntnisse zur verfeinerten Küche waren so eindrucksvoll wie die Berichte über die oft mühevolle Beschaffung der Zutaten. Dass Bioprodukte dabei eine zunehmende Rolle spielen, hat mich besonders gefreut. Insgesamt verriet der Ehrgeiz der kochenden Frauen und Männer, dass die Essgewohnheiten der Deutschen längst nicht mehr von der Kohl-und-Kotelett-Küche bestimmt werden. Gibt es Erfreulicheres über unseren Wettbewerb zu sagen?

Zusätzlichen Glanz verleihen ihm wie schon 2002 die Preise für die Gewinner:

Der erste Preis besteht in einem Abendessen und zwei Übernachtungen mit Frühstück für zwei Personen im Pariser Luxushotel Plaza Athénée, wo Gäste sich normalerweise Wochen im Voraus anmelden müssen, um ein Essen vom Chefkoch Alain Ducasse genießen zu können. ZEIT- Leser haben es einfacher: Mitmachen beim Kochwettbewerb, und schon lockt der Eiffelturm.

Oder aber – für den Gewinner des zweiten Preises – dasselbe in Dublin, im Hotel The Merrion, wo Patrick Guilbaud kocht und als erster Koch Irlands zwei Michelin-Sterne verliehen bekam.

Der dritte Preisträger verbringt die beiden Nächte am Mont-Pèlerin bei Vevey am Genfer See. Und zwar im Hotel Le Mirador Kempinski, und wenn er nicht weiß, was es mit dieser Adresse auf sich hat, so kann ich ihm versichern, dass er dort nicht nur himmlisch schlafen, sondern im Restaurant Le Trianon ebenso himmlisch essen wird. Der junge Küchenchef Thierry Bonfante darf sich mit einem Michelin-Stern schmücken. Und was muss jemand demonstrieren, der sich einen dieser Preise verdienen will? Er oder wahrscheinlicher: sie (da kochende Frauen bei unseren Kochwettbewerben bisher in der Mehrheit waren – erst in den Endkämpfen sah das dann anders aus) entwirft ein DREI-Gänge-Menü, das sie fehlerfrei kochen kann (und das nicht abgeschrieben ist), und schickt es mir per Post oder E-Mail. Also entweder an: