Die Zuzahlungen steigen: Bei verschreibungspflichtigen Arzneien müssen die Patienten vom 1. Januar 2004 an zehn Prozent des Preises selbst beisteuern. Die Zuzahlung soll mindestens fünf Euro, maximal aber zehn Euro pro Packung betragen. Es lohnt sich also, den Arzt oder Apotheker nach preisgünstigen Nachahmerpräparaten zu fragen.

Selbstmedikation muss auch selbst bezahlt werden. Das heißt, dass gesetzliche Krankenkassen die nicht verschreibungspflichtigen Medikamente nicht mehr bezahlen. Ausgenommen sind Arzneien für Kinder unter zwölf Jahren. Auch Schwerkranke, bei denen diese Präparate zum Therapiestandard gehören, dürfen auf die Unterstützung der Kasse bauen.

Chronisch Kranke sind von Zuzahlungen, also auch der Rezeptgebühr befreit. Allerdings müssen die betroffenen Patienten nachweisen, dass sie mehr als ein Prozent ihres Einkommens für die Behandlung ihrer Krankheit aufwenden. Bei anderen Versicherten greift die Befreiung ab einer Belastung von zwei Prozent des Einkommens. Das heißt: Quittungen sammeln!

Viagra & Co : So genannte Lifestyle-Arzneien werden die gesetzlichen Krankenkassen von Januar an generell nicht mehr übernehmen. Dazu zählen neben Potenz- und Haarwuchsmitteln beispielsweise auch appetithemmende Mittel, Diätpräparate und Pflaster oder Pillen zur Raucherentwöhnung.

Versandhandel ist lizensierten Apotheken künftig erlaubt. Im Zweifel bei der Krankenkasse rückversichern, ob der Anbieter seriös ist und die Kosten erstattet werden.