Erforscht und Erfunden
Seltsamer Kristallkörper
Bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (-273 Grad) gebärdet sich die Physik sonderbar. Einige Atomarten verlieren bei lausiger Kälte ihre üblichen Eigenschaften und bilden Bose-Einstein-Kondensate, deren Teilchen sich nicht unterscheiden lassen. Bei Gasen und Flüssigkeiten war dieser Vorgang bekannt. US-Physiker haben den Zustand nun bei festem Helium entdeckt (Nature, Bd. 427, S. 225): Der kalte Kristall setzt einer Rotation weniger Widerstand entgegen als bei höherer Temperatur. Nun scheinen alle superkalten Materieformen entdeckt zu sein.
Leben aus Sternengas
Wie organische Moleküle im Weltall entstehen, haben Astronomen mit Teleskopen in Chile und Arizona beobachtet. Im Spektrum der UV-Strahlung eines Sternennebels fanden die Forscher Hinweise auf die Kohlenwasserstoffe Antrazen und Pyren und einen alternden Stern von der Größe der Sonne (New Scientist online, 9. Januar 2004). Dieser, vermuten die Forscher, pumpt kurz vor seinem Tod Kohlenstoff in die wasserstoffhaltigen Nebelschwaden, in denen sich darauf organische Moleküle bilden. Solche Verbindungen sind auch in Meteoriten enthalten. So könnte Gas aus Sternennebeln zur Entstehung irdischen Lebens beigetragen haben.
Böses Erwachen
Wenn morgens regelmäßig der Kopf dröhnt, kann das auf Depression und Angstzustände hindeuten, haben Forscher der Stanford University herausgefunden, nachdem sie 18980 EU-Bürger per Telefon interviewt hatten (Arch. Int. Med., Bd. 164, S. 97). Chronischer Morgenkopfschmerz plagt etwa einen von 13 Menschen – ältere Frauen häufiger als junge Männer. Kopfschmerzgeplagte litten neben Depressionen auch oft unter Schlafstörungen, Bluthochdruck, Krankheiten des Bewegungsapparates, schnarchten und tranken gerne ein Glas zu viel.
Mutters Frühwarnsystem
- Datum 15.01.2004 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 15.01.2004 Nr.4
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