Wechselkursschwankungen an den Devisenmärkten sind für Finanzminister und Notenbankchefs so etwas wie eine Fahrt mit der Achterbahn: Zuerst macht sie noch Spaß, dann wird einem übel.

Auf fast 1,30 Euro je Dollar schoss die europäische Einheitswährung in den vergangenen Wochen empor, jetzt geht es wieder kräftig abwärts. That's entertainment! Genau das hatten sich die Minister und Banker der G7-Staaten doch gewünscht, als sie im Herbst in Dubai "eine größere Flexibilität der Wechselkurse" forderten. Oder etwa nicht? Egal. Fest steht jedenfalls: Kaum geht es zur Sache, wird den Finanzexperten flau im Magen. Aber wie das so ist mit Achterbahnfahren - Aussteigen ist nicht.

Sobald die Herren wieder bei Kräften sind, werden sie erkennen, welcher Segen ihnen zuteil geworden ist. Ihre Wünsche werden wahr!

Schon bei ihrem nächsten Treffen in Florida sollten sie deshalb "dauerhaft steigende Aktienkurse" verlangen. Erfüllen die Märkte den Notenbankern auch diesen Wunsch, dann ist im Herbst der Arbeitsmarkt an der Reihe: "Weltweit wachsende Beschäftigung". Das Goldene Zeitalter naht! Eine Dauerparty mit Reichtum und Vollbeschäftigung! Also, liebe Finanzminister und Notenbankchefs: Freut euch, und versucht bloß nicht, kleinkariert das Auf und Ab am Devisenmarkt begrenzen zu wollen. Jedenfalls nicht vor dem großen Looping.