Richtig froh können Europas Autohersteller über die Zahlen des Jahres 2003 nicht sein. Zwar fielen die Zulassungszahlen in Westeuropa mit 14,2 Millionen Pkw nur um 1,3 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, aber die Verkäufe hatten bereits in den Vorjahren enttäuscht. Ähnlich lief es im deutschen Markt, dort wurde am Ende mit rund 3,24 Millionen Personenwagen der Vorjahresabsatz um 0,5 Prozent verfehlt. Gegen den Trend zulegen konnten in Deutschland vor allem Importmarken: allen voran Peugeot, Skoda, Mazda, Nissan, Toyota und die drei Koreaner Kia, Hyundai und Daewoo. Die großen Verlierer heißen Fiat und Ford, deren edle Töchter Alfa Romeo und Lancia respektive Volvo und Jaguar ebenfalls im Minus lagen. Aber auch fast alle deutschen Marken - bis auf BMW - fuhren im Rückwärtsgang. Europaweit gesehen, sah es nicht besser aus: Mit Ausnahme von BMW/Mini und Smart verloren alle deutschen Hersteller an Boden.

Die großen Gewinner waren wiederum Japaner und Koreaner.

Für das Jahr 2004 gibt sich die Branche freilich optimistisch. Nach drei flauen Jahren diagnostiziert der Verband der Automobilindustrie (VDA) hierzulande bereits im Dezember eine "Trendwende". Und angesichts des aufgestauten Nachholbedarfs sagen unabhängige Prognoseinstitute wie B&D-Forecast aus Leverkusen gar Zuwächse von fünf und mehr Prozent voraus.

Speziell für die deutschen Marken erwartet der VDA eine Trendwende. Neue, potenziell stückzahlenträchtige "Volumenmodelle" wie der VW Golf V, der BMW 1er, Ford Focus und Opel Astra könnten verlorene Marktanteile zurückgewinnen.

Glaubt man einer neuen Umfrage, die das Mannheimer Spiegel-Institut im Auftrag von Bosch durchführte, dann werden die neuen Autos besser denn je mit Sicherheitsextras bestückt sein. So wollen sich beispielsweise 95 Prozent aller Käufer die Bremshilfe ABS (bislang 86 Prozent), 77 Prozent den elektronischen Schleuderverhinderer ESP (bisher 33 Prozent) und 73 Prozent (bislang 15 Prozent) einen Bremsassistenten in ihrem neuen Vehikel gönnen.

Das könnte die Umsätze pro Auto weiter nach oben treiben. Jetzt müssen nur noch die schönen Prognosen eintreffen.