Sie haben unter der Überschrift "Waschbeton mit Goldrand" (ZEIT Nr. 22/03) über uns als Bauherren und Mäzene berichtet.

1. Sie schreiben:

"Immer wieder ist ihnen das passiert: Sie wollten Geld geben und stießen auf Widerwillen, auf Leute, die sich von ihren Spenden bedrängt und bevormundet fühlten. Erst kürzlich gab es wieder Streit, diesmal über einen Anbau, den die Musikhochschule bekommen soll, bezahlt von den Greves - die Nachbarn protestierten ebenso gegen die Entwürfe wie der Oberbaudirektor, und erst nach langem Hin und Her konnten die Stifter ihren Willen durchsetzen. Andere Hilfsangebote mussten sie hingegen stornieren, weil ihre Unterstützung nicht angenommen wurde, bei der Planung eines Museums für Musikinstrumente zum Beispiel."

Hierzu stellen wir fest:

In der Vorplanungsphase für den Erweiterungsbau der Musikhochschule hat Frau Greve als künftige Bauherrin die damaligen Entwürfe nach dem Wechsel im Amt des Oberbaudirektors den abweichenden Vorstellungen des neuen Amtsinhabers angepasst. Die Erstfassung des Bauantrags beruhte gestalterisch auf einem Entwurf aus dem Hause des derzeitigen Oberbaudirektors Walter. Gegen die nachfolgende Baugenehmigung legten mehrere Nachbarn Widerspruch ein. Das sich anschließende verwaltungsgerichtliche Verfahren wurde auf der Grundlage eines von der Bauherrin vorgelegten neuen Entwurfs mit einem Vergleich beendet.

Gegen das Geschenk der Bauherrin als solches gab es niemals Proteste.

Die Realisierung des in Partnerschaft zwischen Hamburg und uns geplanten Museums für Musikinstrumente scheiterte nicht daran, daß unsere Unterstützung nicht erwünscht war, sondern weil die Stadt Hamburg ihren Anteil an dem Projekt nicht tragen konnte.