Lange schon wurde die Hamburger Holsten-Brauerei als Übernahmekandidat gehandelt, jetzt haben die Spekulationen ein Ende. Die dänische Brauereigruppe Carlsberg hat den Eigentümern am Dienstag ein Angebot von 38 Euro je Aktie gemacht. Diese haben nun vier Wochen Zeit, die Offerte anzunehmen. Allerdings sei Carlsberg die Übertragung einer 51-prozentigen Beteiligung durch Großaktionäre wie die Familie Eisenbeiss bereits vertraglich zugesichert worden. Die Dänen wollen bei Holsten abspecken: So sollen die Tochtergesellschaften König und Licher an die Bitburger-Gruppe veräußert werden.

Schon eineinhalb Wochen vor dem offiziellen Übernahmeangebot stieg der Kurs der Holsten-Aktie um rund 40 Prozent an. Mit dieser Tatsache befasst sich nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Solche Kurssprünge können auf verbotene Insidergeschäfte hinweisen. Bislang allerdings handele es sich bloß um eine "routinemäßige Prüfung, wie sie bei jeder Übernahme dieser Art" erfolge, sagte eine BaFin-Sprecherin. Über ein förmliches Verfahren sei noch nicht entschieden worden.