In der kommenden Woche präsentiert Wirtschaftsminister Wolfgang Clement den Jahreswirtschaftsbericht 2004 der Bundesregierung, und in seinem Hause laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Traditionell sprechen die großen Wirtschaftsverbände vor und geben ihren Kommentar zur Wirtschaftspolitik unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Der DGB legte diesmal Wert darauf, dass seine "zentrale Botschaft" an die Öffentlichkeit gelangt, und verteilte das Statement von Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer. Die Gewerkschafter wollten wohl, dass jedermann weiß, wie eng sie ihr Schicksal an das der SPD binden. Wenn die Bundesregierung jetzt den Aufschwung nicht schaffe, so Putzhammer, gebe es keine zweite Chance - auch nicht für die Arbeiterbewegung. Letztere, so Putzhammer, "sind für uns trotz schmerzvoller Konflikte mit dieser Regierung immer noch die Sozialdemokratie und die Gewerkschaften". Wenn die Regierung 2006 die Macht verliere, dann würden die Sozialdemokratie auf nicht absehbare Zeit in das politische Abseits befördert" und die Gewerkschaften "durch einen solchen Niedergang schwer in Mitleidenschaft gezogen". Also Sozis, vergesst nicht die Arbeiterbewegung!