Suchthilfe Die Kinder von BoltenhagenSeite 3/3
Sollten die Erfolge anhalten, könnte dies auch finanziell von großer Bedeutung sein. Bislang ist Medienabhängigkeit noch keine medizinische Indikation. Das heißt, dass die Krankenkassen die Therapiekosten nicht übernehmen, es sei denn, die Kinder kommen auch zur Behandlung zusätzlicher chronischer Krankheiten wie Adipositas, sprich: Fettsucht, ins Wichernhaus. Wenn die Eltern die Behandlungskosten selbst übernehmen müssen, bezahlen sie derzeit 55 Euro pro Tag inklusive Therapie, Unterkunft und Verpflegung.
Ob sich der Erfolg der Therapie bei den Kindern auch langfristig einstellen wird? Zumindest Sascha Görlich ist skeptisch. „Diese Sucht ist teuflisch“, sagt er. „Nichts ist einfacher, als wenn man nur auf einen Knopf drücken muss, um die alten Gelüste wieder zu befriedigen.“
Ute Garnew sieht den Erfolgsquoten der Therapie optimistischer entgegen: „Wir erwarten keine rosaroten Wolken, aber wir sind sicher, dass sich die innere Einstellung der Kinder während unserer Therapie grundlegend geändert hat.“
- Datum 29.01.2004 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 29.01.2004 Nr.6
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