Traum Ich habe einen Traum

Kevin Costner träumt davon, seinen Schutzengel zu treffen

»Ich bin auf einer Party in London. Da ist ein Mann mit langem, dunklem Haar und dunkler Brille. Ich bin mir sofort sicher, er ist ein Engel. Ich versuche, ihn anzusprechen, er reagiert nicht. Sein Gesicht aber sagt mir: ›Du bist in Ordnung, Kevin‹«

Lange Zeit träumte ich schlecht. Wenn ich mich beim Aufwachen überhaupt an etwas erinnern konnte, dann an etwas Furchtbares. Das hat mir Sorgen gemacht. Wie die meisten Männer behielt ich meine Träume für mich. Mein Leben war anstrengend, ich war so beschäftigt. Ich konnte nicht darüber nachdenken. Ich träumte eben schlecht. Ich erinnere mich, früher meist sehr angenehme Träume gehabt zu haben: Reisen, Sport, Sex. Schöne Sachen. Ich hatte vermutlich die gleichen Träume, die jeder hat. Ich war es gewohnt, mit einem Lächeln zu erwachen. Aber solche Träume waren lange Zeit einfach verschwunden. Vor genau zwei Monaten hatte ich meinen ersten schönen Traum seit neun Jahren.

In diesem Traum war ich auf einer Party. Ich befand mich zwar in London, aber die Party fühlte sich an, als fände sie in Amerika statt. Die Gäste waren nicht Hollywood-like, keine auffälligen Leute. Sie waren ganz normal angezogen. Straßenklamotten, Sweatshirts und Jeans. Die Party ging durch das ganze Haus. Unter den Gästen sah ich einen Mann. Er war nicht sehr groß, hatte etwa kinnlanges, dunkles Haar, einen Mittelscheitel und trug eine dunkle Brille. Ich weiß nicht, warum, aber ich war mir sofort sicher: Das ist ein Engel.

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Er ging an mir vorbei. Ich war sehr aufgeregt. Aber er bemerkte mich nicht. Als ich mir die Partygesellschaft genauer ansah, entdeckte ich immer mehr Engel, die sich unter die Gäste gemischt hatten. Sie gingen einfach so umher. Ich wusste, dass sie Engel waren. Der Erste, den ich sah, schien zu mir zu gehören. Trotzdem schien er mich nicht weiter zu beachten. Ich versuchte, ihn anzusprechen. Er reagierte nicht. Sein Gesicht sagte mir: »Ich sehe dich. Du bist in Ordnung, Kevin. Aber du bist noch keiner von uns. Ich kann nicht mit dir reden.«

Im Laufe der Party suchte ich meinen Engel, immer wieder. Wenn ich in einen anderen Teil des Hauses ging, tauchte er auch dort auf, und zwei oder drei andere waren bei ihm. Er konnte nicht durch Wände gehen oder so etwas. Ich versuchte noch einmal, ihn anzusprechen, als er die Treppe herunterkam, aber er wich mir aus. Dieser Typ mit Brille und langen Haaren war plötzlich alles, woran ich denken konnte. Ich hätte ihm gern eine Menge Fragen gestellt. Irgendwann verlor ich ihn und verließ die Party.

Als ich aus dem Haus kam, sah ich ihn wieder. Er stand draußen auf dem Rasen und zog sich um. »Warum ziehst du dich um?«, fragte ich. Da antwortete er endlich: »Ich war falsch angezogen.« Er hatte sein Hemd in die Hose gesteckt und wirkte ein bisschen unsicher. Aber er schien mich zu mögen. Das ist alles, woran ich mich erinnern kann. Danach wachte ich auf. Ich weckte Christine, meine Freundin, ich musste ihr diesen Traum sofort erzählen. Dieser Traum war etwas, das ich mir sehr gewünscht hatte. Alles war mir so real erschienen, dass ich sicher war: Die Engel sind unter uns. Und ich kann sie sehen. Ich war von einem unbeschreiblichen Glücksgefühl erfüllt. Es war wie eine Erlösung.

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