Vier Jahre verhandelten die Anwälte zwischen den Erben des russischen Malers Kasimir Malewitsch und der Stadt Amsterdam über die Herausgabe von 14 Werken des Künstlers aus dem Stedelijk Museum. Jetzt gab die New Yorker Anwaltskanzlei Herrick, Feinstein LLP bekannt, dass sie im Auftrag der Nachfahren Klage gegen die Stadt Amsterdam eingereicht habe. Malewitsch hatte 1927 bei einer Ausstellung in Berlin mehr als 100 Werke, darunter 70 Gemälde, zurückgelassen, bevor er in die Sowjetunion zurückging, ohne je wieder ein Ausreisevisum in den Westen zu bekommen. Das Stedelijk Museum in Amsterdam hatte 1957 den größten Teil

dieses Konvoluts angekauft und ist heute im Besitz der umfangreichsten Malewitsch-Sammlung außerhalb Russlands. Der Wert wird auf 150 Millionen Dollar

geschätzt. Ob der Ankauf damals rechtens war oder die Ansprüche der Erben gerechtfertigt sind, werden nun die Gerichte entscheiden. Den 19 Nachfahren des Erfinders des Suprematismus hat das New Yorker Museum of Modern Art 1999 ein Gemälde im Rahmen eines Vergleichs zurückerstattet, dafür konnten 15 Arbeiten dort bleiben, wo sie kurz nach dem Tod des Künstlers im Jahr 1935 angekauft wurden.