gesellschaft Vermessene SchönheitSeite 4/4

Der Zoologe Bill Amos von der University of Cambridge allerdings hält das für mehr als zweifelhaft. Seine Studien mit Seehunden haben ergeben, dass diejenigen Elterntiere, die am entferntesten miteinander verwandt sind, den vitalsten und fruchtbarsten Nachwuchs zeugen. Bill Amos ist zwar kein Freund animalischer Inzucht. Doch im Humanbereich sieht er die Sache ganz entspannt: „Die menschliche Population wächst exponentiell“, sagt er, „da ist diese Gefahr minimal.“ Die Suche der Frauen nach Gatten, die ihren Vätern gleichen, sei daher unproblematisch. Und was den Kinderwunsch betrifft, womöglich sogar clever: Immerhin hat sich der eigene Vater ja bereits erfolgreich fortgepflanzt. Zumindest einmal.

Doch worin besteht es denn nun, das gewisse Etwas? Sollten David Perrett und seine Perception-Lab-Kollegen Recht behalten, lässt sich diese Frage ganz einfach beantworten: Als Mann muss man sich von einer attraktiven Frau lediglich ein Foto ihres Vaters zeigen lassen, um zu wissen, ob man bei ihr landen kann. Und wenn man dem zufällig ähnlich sieht, kann man sie ja mal am eigenen T-Shirt schnuppern lassen.

 
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