biotechnik „Aggressiv, effizient und zielorientiert“

Der Max-Planck-Forscher Axel Ullrich will zum Forschen nach Singapur. Ein Gespräch über den Aufbruch von Asiens Biotechnologie

die zeit: Warum geht ein Max-Planck-Direktor für ein Jahr zum Forschen nach Singapur?

Axel Ullrich: Gar nicht schwer zu erklären. Ich habe gerade ein neues, wichtiges Projekt begonnen. In Singapur kann ich das in einem Maßstab durchführen, für den es sonst nirgendwo die Arbeitsbedingungen und genügend Geld gibt – selbst bei der Max-Planck-Gesellschaft nicht. In Singapur tut die Forschungspolitik alles, um den Erfolg zu garantieren.

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zeit: Welches Projekt wollen Sie dort in Angriff nehmen?

Ullrich: Es geht um die genetischen Veränderungen in allen Krebserkrankungen des Menschen. Und um die Nutzung dieser Erkenntnisse für neue Behandlungsmethoden.

zeit: Ist die massive Förderung der Biowissenschaften in Südostasien auch für den spektakulären Erfolg beim therapeutischen Klonen in Südkorea verantwortlich?

Ullrich: Das ist ein Erfolg der koreanischen Forschung, ohne Zweifel. Aber das hätte jemand in Deutschland ebenso schaffen können. Es geht eben auch darum, wo welche Forschung erlaubt ist. Da stellt sich schon die Frage nach den Rahmenbedingungen.

zeit: Sind die asiatischen Tigerstaaten bereits dabei, auch die Forschungsgroßmacht USA herauszufordern?

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