Theorien Machen junge Männer Krieg?Seite 3/3

Die Ergebnisse zeigen, dass Konflikte im Wesentlichen von anderen Faktoren abhängen. Das Unruhepotenzial von Ländern wie Saudi-Arabien, Afghanistan oder dem Irak geht zu einem guten Teil auf das Konto von modernisierungsresistenten Diktaturen und maroden Bildungssystemen. Andere Nationen, etwa Bangladesch, Malaysia oder die Türkei, in denen der Bildungsgrad steigt und Frauen mehr Rechte erlangen, erleben eine ökonomische Belebung, und sie verlieren entsprechend an Brisanz.

Diese Entwicklung ist in Staaten mit rasch wachsender Bevölkerung kaum möglich. Dort verschlechtern sich die Lebensbedingungen mit jedem neuen Konkurrenten um Brennholz und Ackerland, um Kapital und Arbeit. Der niedrige Lebensstandard provoziert hohe Geburtenraten, was die Lösung der Probleme weiter erschwert.

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Viele afrikanische Länder stecken in dieser Abwärtsspirale. Sie drohen an ihren Problemen zu scheitern und treiben in die Unregierbarkeit. Sie können im Chaos versinken und die gesamte Welt destabilisieren. Dass die vielen jungen Männer dabei ein Problem darstellen, liegt auf der Hand. Aber eben nur eines von vielen Problemen.

Gunnar Heinsohn: Söhne und Weltmacht Terror im Aufstieg und Fall der Nationen; Orell Füssli Verlag, Zürich 2003; 189 S., 24,– ¤π Die Studie des Berlin-Institutes, „Jugend und Kriegsgefahr“, ist unter www.berlin-institut.org im Internet abrufbarSöhne und WeltmachtPolitisches BuchTerror im Aufstieg und Fall der NationenGunnar HeinsohnBuchOrell Füssli Verlag2003Zürich24,–189
 
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