Deutschland Her mit den Kindern!Seite 3/3

„Mehr Kinder“ – das würde allerdings bedeuten, für mehr Kinder mehr Geld auszugeben. Kein leichtes Projekt in Zeiten der wirtschaftlichen Stagnation. Es würde, so die Ökonomen, zwei Generationen dauern, bis sich das als Erhöhung des Bruttosozialprodukts wieder auszahlt. Eine Einschränkung unseres Lebensstils wird also verlangt, von drastischem Ausmaß, man könnte auch sagen: für die Erneuerung des Generationenvertrages. Und wir müssen es schaffen ohne Verstärkung von Frauen wie Anna Lindh, die als Mütter an entscheidender Stelle säßen.

Es gibt Signale der Vernunft. Der Bundeskanzler soll erwägen, Prestigeobjekte wie die A22 umzuwidmen, für Krippenplätze. Bildungsexperten haben eine Greenpeace-Attacke für den nachhaltigen Ausbau von Schulen verlangt – gefördert von einer Stiftung, in die alle einzahlen könnten, die ihr Geld gerade nicht für Kinder brauchen. In Baden-Württemberg gab es einen Wettbewerb für die Gestaltung von förderlicher Umwelt, man sieht in den prämierten Kommunen tobende Kinder auf der früheren Durchgangsstraße, Skaterbahnen direkt im Park, Atelierhäuser statt Autohalden inmitten von Siedlungen. Vor allem aber sieht man viele Kinder. Na also!

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