Kennen Sie Pareto-Optimalität? Für Ökonomen ist das ein Zustand, in dem jeder das beste Ergebnis für sich und das Ganze herausgeholt hat. In diesem Sinne war die Präsidentenkür ein Meisterstück. Mit Horst Köhler wird der weltweit ranghöchste Deutsche Bundespräsident, was das Amt ehrt und in schrecklichen Zeiten erstmals mit einem reformbewussten Ökonomen besetzen würde. Dafür gebührt Union und FDP der Dank der Nation. Nun nörgeln Kurzdenker, dass der Chefposten beim IWF für Deutschland verloren ginge.

Falsch, könnte doch der Kanzler einen anderen Deutschen für den Rest der Köhler-Amtszeit nominieren. Idealer Kandidat: Guido Westerwelle, der sich als exzellenter Mathematiker einen Namen gemacht hat (18 Prozent!) - und das bisschen Finanzwissenschaft kann er on the job lernen. Fazit: Der IWF bleibt deutsch, und die FDP muss sich einen neuen Chef suchen. Pareto-optimaler geht es nicht, weder für die Partei noch für das Land.