irrenführung

Ein irres Glück

Wie Deutsche und Italiener eine psychiatrische Anstalt in Albanien umkrempeln

Nur seinen blauen Augen verdankt es Agron Fatmir, wenn überhaupt von ihm Notiz genommen wird. Er ist ein chronischer Gast, eine Schattenexistenz in der psychiatrischen Anstalt von Valona. Sein Bruder hat Agrons Haus verkauft, das Geld eingesteckt und lässt den Ärzten regelmäßig Geld zukommen, damit sie ihn im Irrenhaus behalten. Doch Agron hat sich verändert, er lehnt sich auf. Er hat durchgesetzt, dass er tagsüber den vergitterten Bettensaal verlassen und in der neuen Aufnahmeabteilung, dem hübsch hergerichteten Eingangsbereich der Anstalt, bleiben kann. Dort gibt es Musik, Kaffee, Tische, Sofas und vor allem Menschen, die ihm zuhören. Vielleicht klingt das nicht besonders spektakulär. Doch hinter Agrons Ausflug aus dem Bettensaal steht der Aufbruch eines Landes in die euro-päische Gegenwart – und das ausgerechnet in einem Irrenhaus im Süden Albaniens, in einem Land also, dessen Ruf schlecht ist.

Es geht um kleine Anfänge und einen großen Schritt, der folgen soll, um die Auflösung der Anstalt. Die Geschichte beginnt im vorigen Sommer in Valona, mit einem Abend am Meer, der alles hat: die leichte Brise, die Zikaden, den Vollmond. Von der Hotelterrasse fällt der Blick auf die Uferstraße der Hafenstadt. Für einen Moment ist die Lichterkette der Strandpromenade erloschen, der übliche Stromausfall. Aber nun leuchtet sie wieder auf, unter dem Dröhnen der Generatoren. Auf dem Terrassendach eines Hotels haben sich 20 Menschen versammelt, Albaner und Ausländer. Sie sollen sich einander vorstellen bei Coca-Cola, Bier. Sie rauchen Slim-Zigaretten, weil das jetzt modern ist in Albanien. Es wird Italienisch, Englisch, Deutsch und Albanisch gesprochen. Die Mehrheit der Ausländer sind junge Frauen. Sie lachen und schwätzen. Die Albaner, fünf Frauen und fünf Männer, sehen älter aus, beinahe alterslos. Sie sind stumm, abwartend, scheu. Es sind Patienten aus dem Irrenhaus von Valona.

Sie haben einen anstrengenden Tag hinter sich. Alles war neu. Die Kleider, die Fahrt im Auto in die Hotelanlage hoch auf den Felsen über dem Meer, die schönen Zimmer mit türkisfarbenen Gardinen und rosa Bettwäsche; neu waren Eigentum, Seife, Zahnbürste, Sonnencreme. Ihnen wurde der Gebrauch der Sitztoilette und der Dusche erklärt. Im Restaurant saßen sie an gedeckten Tischen, hatten Messer, Gabel und Servietten. Den Strand hatten sie aufgesucht, hatten sich in die Wellen geworfen. Einige entdeckten plötzlich, dass sie immer noch schwimmen konnten.

Nun sitzen sie auf der illuminierten Terrasse. Für sie hat etwas begonnen, was es für Insassen eines Irrenhauses eigentlich nicht geben kann – Ferien. Eine Woche lang. Dann kehren sie zurück, und die nächste Gruppe wird kommen; das ist das Programm für die nächsten sieben Wochen. Eine magere Frau im geblümten Kleid und mit straff zurückgekämmten Haaren versucht eine Art Ansprache, sie heißt Zyrako Ruci. Sie nimmt Halb-Acht-Stellung ein, bevor sie zu sprechen beginnt: »Ich möchte Ihnen danken, dass Sie nach Valona gekommen sind. Sie sind gute Menschen. Sie haben uns an diesen schönen Ort gebracht, wo es uns besser geht. Jetzt fühle ich meine Krankheit nicht mehr, weil ich unter euch bin.«

Die Heimstatt ihrer Krankheit liegt nur zehn Autonminuten entfernt. Die Anstalt. Zweistöckige Gebäude in Gelb-Rosa, die sich am Stadtrand den Hang hoch ziehen. Tag und Nacht Geschrei, vergitterte Höfe, Gitter vor den Türen, in den Treppenhäusern, vor den Zimmern, Gitter, die nach unübersichtlichen Regeln geschlossen und geöffnet werden. Dann und wann entflieht jemand, wird eingefangen. Im vermüllten Park bewegen sich Männer im gestreiften Drillich, betteln um Zigaretten. Oben, in der so genannten Langzeitabteilung, hocken viele halb nackt oder nackt im Schatten.

Ein deutscher Manager gab seinen Beruf auf, um zu helfen

Das Essen wird in großen Blechkübeln über die brüchigen Treppenstufen des kleinen Klinikparks geschleppt. Die Plastikteller mit Hühnerfleisch, Paprika, Reis lösen Verteilungskämpfe aus. Fleisch, Brot rutschen auf den Boden, die Suppe hat ihn schon vorher glitschig gemacht. Männer rutschen herum, balgen sich um die Brocken. Gewalt liegt in der Luft. Frauen werden zur Strafe für Vergehen bis zur Kopfhaut rasiert. Die meisten besitzen nichts, keine eigene Kleidung, keine Toilettenmittel, keine Erinnerungsstücke; auch ihre Biografie haben sie verloren. Männer liegen in Räumen mit mehr als 20 Betten, verschmutzten Laken, Exkrementen an den Wänden, Gestank überall. Andere hocken in Zellen; einer klammert sich an die Gitter und schreit in fünf Sprachen nach Zigaretten.

Die Gebäude der »Akuten« und der »Chronischen« wechseln sich ab. Die Generaldiagnose ist Schizophrenie. Das Psychopharmakum Haldol wird reihum in die offenen Münder gesprüht, nach Gefühl dosiert. Pflegerinnen und Pfleger sitzen in blütenweißen Kitteln herum, unterhalten sich, scherzen mit Patienten hinter Gittern, schließen auf, schließen ab. Sind sie zu dritt auf der Station, wacht einer, und die beiden anderen gehen nach Hause, um sich ihren Zweit- und Drittjobs zu widmen. Ein Menschenendlager für 260 Patienten. Auch der Direktor, der nie da ist und die Namen seiner Patienten nicht kennt, kommt an seinen Nebenverdienst.

Wie würden die Patienten auf den Wechsel vom Lager ins Hotel, auf den Zeitsprung in die Normalität reagieren? In der abendlichen Vorstellungsrunde auf der Terrasse bewegt einen Insassen die Frage: »Wir warten seit Jahren darauf, dass ihr kommt, damit wir etwas zu reden haben und damit wir etwas zu lachen haben – aber in wessen Namen tut ihr diese Arbeit?« Die Angesprochenen sind, mit zwei Ausnahmen, junge Leute aus Italien und Deutschland; Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Psychologen, für die die Arbeit ein Praktikum, eine Dienstreise oder auch nur Urlaub ist. Unterkunft und Essen werden gestellt. Die Motivation? Achim Puschmann, 62 Jahre alt, ehemals Manager bei Philips, formuliert es am schönsten. Eigentlich begleite er nur seine Frau Ann Christensen, die in Hamburg einen sozialpsychiatrischen Dienst leitet, sagt er, aber vor verblüfften Kollegen zu Hause habe er seinen Abschied so begründet: »Diese Zeit verlangt Neuorientierung. Ich gebe den Beruf auf und gehe nach Albanien, um dort die Zivilgesellschaft mit aufzubauen und eine schreckliche psychiatrische Anstalt zu schließen.« Gegen seinen Willen halten ihn die Albaner wegen seiner hohen Gestalt, seines weißen Haars und seiner Lust zuzupacken immer für den Gruppenchef.

Die Patienten verstehen Puschmanns Idee. Von dem Netzwerk der Organisationen, das die Veränderungen in Valona in Gang setzte, haben sie keine Ahnung. Der italienische Staat finanziert ein Entwicklungshilfeprogramm, nicht zuletzt, weil Flüchtlingsboote die albanischen Probleme bis an die italienische Küste trugen. Organisiert wird es vom Dienst für Sozialprojekte der Vereinten Nationen (Unops), begleitet von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Dass die Psychiatrie auf die Tagesordnung kam, hat eine lange Vorgeschichte. Sie beginnt mit der 68er Bewegung und der legendären Gestalt Franco Basaglias, der als Erster in Europa Irrenhäuser auflöste. Er und seine Gruppe von Kulturrevolutionären gestalteten in den siebziger Jahren die geschlossenen Anstalten von Triest radikal um. Sie schufen ein Geflecht von ambulanten Diensten, Unternehmen, Bars, Hotels, Werkstätten und Restaurants, in denen sie Verrückte und Normale zusammenbrachten, neue Orte der Stadtkultur schufen und Arbeitsplätze. Die Triester Gruppe ist auch heute noch aktiv. In Italien treibt sie die Auflösung der Irrenhäuser voran, nimmt entscheidenden Einfluss auf die Psychiatriegesetzgebung und interveniert im Mittelmeerraum und Südosteuropa. Carmen Roll, die vor 30 Jahren aus Deutschland nach Triest ging und seitdem dort arbeitet, entwickelte das Programm für Valona und setzte es durch.

Es sind die erprobten Prinzipien von Triest, die jetzt in Albanien wirken: Das eingesetzte Geld muss den Patienten nützen und darf nicht für personalintensive therapeutische Strukturen verbraucht werden. Auch der Anfang entsprang Triester Erfahrungen: das Aufbrechen einer Institution durch Ferien. Allein der Schock des guten Lebens setzt die Dinge in Bewegung.

Das Dutzend Freiwillige, die »internationale Brigade«, engagiert sich oft bis an den Rand der Erschöpfung. Was sie antreibt, ist die Erfahrung, was alles möglich ist – die abrupte Verwandlung von stummen Irren in sprechende Wesen, das Wunder der Normalität. Allein die Befreiung von der gestreiften Anstaltskluft, die Einkleidung in einem Modegeschäft am Markt ist eine Initiation. Die Scham, die die Frauen in der Anstalt verloren haben, kehrt wieder. Büstenhalter unter männlichen Augen anzuprobieren, lehnen sie ab. Das Wochenprogramm? Was man in den Ferien so macht: Exkursionen, Pizzeriabesuche, Tanzabend auf der Hotelterrasse, Abschlussfest mit Barbecue. Eine Gruppe will nicht ans Meer, sondern gleich ins Stadtmuseum. Die Pfleger der Klinik kooperieren weitgehend, nicht zuletzt, weil jeder Nachtdienst im Hotel 15 Dollar bringt. Sie müssen immer wieder ermahnt werden, die Patienten nicht einzuschließen.

Nächtliche Unruhe kommt auf, weil es liebeshungrige Männer zu den Zimmern der Frauen treibt. Aber es gibt keine Dramen, höchstens Anekdoten zu erzählen. Die Ferien von der Anstalt sind eine Demonstration gegen das Bild vom gefährlichen Irren. Die Hotelgäste sind neugierig. Die Strandnachbarn erkennen die Gruppe – das Lokalfernsehen hat berichtet – und schicken ihre Kinder zum Ballspiel. Ein Kioskbesitzer taucht auf und drückt allen männlichen Patienten eine Packung Marlboro in die Hand. Oder der glückliche Augenblick, den der spindeldürre Exmatrose Luan in einer Pizzeria erleben darf: Als alle schon aufgestanden sind, sammelt er die Bierreste in zwei Gläsern und trinkt sie ganz langsam aus.

Schwierigkeiten bereitet allein der Hoteldirektor Dashamir Selfo. Er versucht die Patienten von seinen Gästen fern zu halten, befürchtet Schmutz und Ansteckung mit Tbc und sorgt dafür, dass die Hotelbar auf einem Felsen über dem Meer patientenfrei bleibt. Regelmäßig kommt Streit auf, weil die Patienten die Funktionsweise des Badezimmers einfach nicht begreifen und sich über dem Duschabfluss entleeren oder Binden hineinstopfen – banale Anpassungsprobleme an die wiedergekehrte Zivilisation.

Die Freiwilligen gehen auch in das Irrenhaus und sorgen dort für Unruhe. Sie holen Patienten hinter Gittern vor, spielen Ball, führen sie ins Café aus. Selbst die »Chronischen« haben plötzlich ein Tagesprogramm. Auch das ein Kulturschock. Denn für sie gibt es sonst nur einen Lebenssinn: die Jagd nach Zigaretten.

Internierung bedeutet immer Raub der Biografie. Deswegen stand die Rekonstruktion der Patientenvita durch Interviews auf dem Programm. Auch das gehört zu den Methoden der Triester Schule. Über Zyraco Ruci etwa ist fast nichts bekannt, und das wenige stimmt nicht. Die liederlich angelegten Krankenakten berichten nur, sie habe nie gearbeitet. Sie zögert nicht, ihre Geschichte zu erzählen. Es ist die Geschichte vieler Frauen in der Anstalt von Valona. Sie hat sehr wohl gearbeitet, »hart, auf dem Feld, eigentlich nichts für Frauen«. Als sie 20 war, arrangierten die Eltern die Hochzeit mit einem Bauern, »drei Jahre Liebe und Glück«. Sie konnte keine Kinder bekommen, und ihr Mann begann, sie zu prügeln. »Seine Familie verachtete mich, und ich schämte mich sehr. Es wurde immer schlimmer, ich drehte durch. Mein Mann und seine Familie wollten mich weghaben, und ich flüchtete zu meinen Eltern.« 1990 heiratete ihr Mann eine Frau aus dem Kosovo. »Meine Eltern brachten mich in die Klinik. Ich wollte immer nach Hause, arbeiten. In der Klinik fühle ich mich wie ein sozialer Parasit.«

Es sind immer Frauengeschichten vom Verlassenwerden, von Todesfällen, von Familienkonflikten. Manchmal fehlt nur das Geld für Psychopharmaka. Männergeschichten drehen sich häufiger um den Umbruch von 1989. Verlust von Karrieren, Arbeitsplätzen, Chaos. All das kommt zum ersten Mal zur Sprache.

Natürlich fragt es sich, ob ein solches Programm nicht heile Welt im kaputten Albanien vorspielt. Aber es passt in das Bild eines Landes zwischen Abbruch und Aufbruch. Noch immer stehen die Ein-Mann-Bunker für Scharfschützen aus der Zeit des Diktators Enver Hodscha herum. Sie haben runde Dächer, wurden auf den Rücken gekippt; ein Schabenbefall aus Beton. Aber es wird investiert. Neubauten werden an jeder Ecke hochgezogen.

Ein Patient sagt: »Hier heilt dich schon die Umgebung«

Ist Albanien noch das Land der Menschenhändler und Waffenschieber, das Land der Blutrache? Die Menschen reden über andere Dinge. Sie beschwören den Rechtsstaat. Sie haben noch den Schock von 1997 in den Knochen, als viele ihr Geld in Pyramidenspielen verloren und der Staat verschwand. Kalaschnikows regierten auf den Straßen. Der Strandboulevard von Valona ist übersät von Denkmälern, die die Familien der Toten errichtet haben. Die Albaner sehnen sich nach mehr Staat. Ihr Traum heißt Europa. Die Ausländer in der psychiatrischen Anstalt wurden auch deswegen akzeptiert, obwohl sie alles anders machen. Sie sind ja Gesandte der europäischen Moderne. Die Lingua franca in Valona ist Italienisch, sie wird über die Adria getragen vom Fernsehen. Auch Zyrako Ruci versteht die auf Italienisch gestellte Frage, wie es ihr gehe. »Hier im Hotel fühle ich mich anerkannt«, sagt sie, »und muss nun bald wieder dieses Paradies verlassen.«

Nach zwei Monaten ist das Ferienprogramm abgeschlossen. Der Hoteldirektor hat um den Ruf seiner schönen Anlage gefürchtet; am Ende hält er eine begeisterte Rede, entschuldigt sich für sein feindseliges Verhalten und bittet inständig, die Besucher möchten im nächsten Jahr wiederkommen. Diese Selbstkritik wiederholte er auch vor der BBC, die in Albanien ein Programm in der Landessprache sendet. Der Klinikdirektor hingegen, der nie anzutreffen war, hat sich klammheimlich verdrückt. Eine neue Leiterin, vom Bürgermeister eingesetzt, will Ordnung schaffen in der Anstalt. Zum ersten Mal gibt es einen Pflichtenkatalog für Pfleger – eine kleine Kulturrevolution. Denn nun können die Pfleger nicht mehr ihren Nebenjobs nachgehen. Das Essen hat sich gebessert.

Vor kurzem wurde die neue Aufnahmestation eröffnet, vor Vertretern von Politik und Medien. Nun sieht man an der Auffahrt der Klinik nicht mehr nur einen Bunker, sondern auch ein Schild: »Territorialdienst für seelische Gesundheit«. Mit der neuen Aufnahmeabteilung soll die Hospitalisierung der Patienten von Anfang an verhindert werden. Sie sollen nicht lange in der Anstalt bleiben, weil sie selber krank macht. Deswegen gibt es nur acht Betten. Die familiäre Situation wird durch Hausbesuche geklärt. Die Pfleger können sich nicht mehr in ein besonderes Zimmer zurückziehen, sondern müssen in den Aufenthaltsräumen bei den Patienten bleiben. Die Einrichtung ist neu möbliert worden. Insassen aus anderen Abteilungen kommen, auch wegen der Wärme. Denn dieser Winter ist sehr kalt. Ein Patient sagt: »Leute, hier heilt dich schon die Umgebung.« Die Bettenzahl der alten Psychiatrie soll verkleinert werden.

Der Kulturschock der Sommerferien wirkt weiter. Eine Patientin, die über ein Jahr in einer Zelle eingesperrt war und sie zertrümmerte, lebt nun unter den anderen. Schwierig ist sie noch immer. Aber ihre Zelle ist für immer verwaist. Das nationale Fernsehen berichtet über Valona. Die WHO organisiert Kampagnen in den Schulen und fördert Fotoausstellungen über die Psychiatrie. Die Regierung in Tirana schmückt sich mit dem Programm. Schließlich beweist es, dass nun Moderne und Fortschritt auch nach Albanien gekommen sind. Der italienische Staat zahlt 150000 Dollar, keine große Summe für ein besseres Leben.

Agron Fatmir mit den blauen Augen, dem sein Bruder so übel mitspielte, macht jetzt Pläne. Er redet davon, sich eine Arbeit zu suchen als Zimmermann. Bei 30 Prozent Arbeitslosigkeit wird das nicht leicht sein. Aber dieses Problem hat nichts mehr mit der Psychiatrie zu tun.

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  • Von Klaus Hartung
  • Datum
  • Quelle (c) DIE ZEIT 11.03.2004 Nr.12
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