Kerryisms.

Wer Spaß am Verbalslapstick von George Bush während des Wahlkampfes im Jahr 2000 hatte, wird, so scheint es, auch dieses Mal nicht zu kurz kommen. In einem seiner Auftritte in Mississippi geißelte der demokratische Kandidat John Kerry Gewalt gegen Homosexuelle und beschrieb als Beispiel ein dramatisches Ereignis in Texas. "William John King musste sterben, weil er schwul war", sagte der Senator. In Wirklichkeit war das Opfer aber gar nicht homosexuell, sondern schwarz. Und peinlicherweise verwechselte Kerry auch noch die Namen von Opfer und Täter des rassistischen Mordes. Trost suchte der Kandidat im Ausland. "Die Staatsoberhäupter dort", tat er kürzlich kund, "dürfen es zwar nicht öffentlich sagen, reden mir aber zu, ich müsste diesen Burschen Bush bekämpfen." Was früher einmal "Bushisms" hieß, könnte bald einen neuen Namen bekommen.

Baustellensicherheit.

Eine so genannte Sicherheitsmaßnahme beim Ausbau des israelischen Parlamentsgebäudes erregt die Gemüter des Landes. Wie die Zeitung Ma'ariv berichtet, mussten arabische Bauarbeiter ihre Helme mit roten Kreuzen besprühen, damit sie für Scharfschützen leichter zu identifizieren seien. Der Aufschrei war laut. Arabische Abgeordnete verglichen die roten Kreuze mit dem gelben Stern, den Juden während der Nazizeit in Deutschland tragen mussten.

Parlamentspräsident Ruby Rivlin beeilte sich, die Zeichen entfernen zu lassen, verurteilte jedoch den Zeitungsbericht: Die Kreuze seien lediglich zur Markierung von Arbeitern gedacht gewesen, deren Sicherheitsüberprüfung noch nicht abgeschlossen sei.

Ausgezeichnet.

Zum 25. Mal hat die Society for News Design die Preise im Wettbewerb "World's Best-Designed Newspaper" verliehen. 384 Zeitungen aus 37 Ländern haben sich beteiligt. Die ZEIT erhielt 15 "Awards of Excellence" und steht damit an der Spitze der deutschen Zeitungen. Die "Awards of Excellence" belohnen Einzelseiten, Sektionen und Serien der ZEIT - sie sind unter www.zeit.de/best-designednewspaper zu finden. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erhielt 5 Awards, die Welt 3 und die Süddeutsche Zeitung einen.