Seit vergangener Woche ist es statistisch belegt: Männer verdienen nicht nur mehr Geld als Frauen, sie haben auch mehr Freizeit. Genau 28 Minuten am Tag. Weil Frauen mehr kochen, waschen und putzen. Nun sei der Gerechtigkeit halber gesagt, was in diese Erhebung nicht einfließt. Zum Beispiel, wie viel Zeit es verschlingt, mit dem Sohn ins Fußballstadion zu gehen. Oder die Modelleisenbahn aufzubauen. Doch das sind nur kleine Mäkeleien, gemessen daran, zu welchen Trugschlüssen grundsätzlicher Art derlei statistische Daten verleiten. Beispielsweise liegt doch der Gedanke nahe, dass es ungerechtfertigt ist, für weniger Arbeit mehr Gehalt zu kassieren. Quatsch.

Wer mehr arbeitet, braucht gar nicht so viel Geld. Schließlich fehlt die Zeit, es wieder auszugeben. Nun weiß jeder Ökonom, egal ob Mann oder Frau, dass Konsumflauten allgemein schädlich sind. Ziehen wir also die richtigen Schlüsse. Während Frauen immer mehr wollen, den schlecht bezahlten Job, Hausfrau und auch noch Mutter sein, kurbeln Männer - ganz entspannt - die deutsche Wirtschaft an.