In den Beitrittsländern gilt vom 1. Mai an das Recht der Europäischen Union - allerdings mit einigen Einschränkungen:

Warenfreiheit: Die neuen Staaten werden in den Binnenmarkt integriert. An den Grenzen entfallen die Zollkontrollen.

Personenfreizügigkeit: Alle Bürger dürfen sich in der EU frei bewegen. An den Grenzen zu den neuen Staaten wird es aber auch in Zukunft Personenkontrollen geben, bis ihre Grenzen zu Drittstaaten wie der Ukraine dem EU-Standard entsprechen.

Arbeitnehmerfreizügigkeit: Grundsätzlich haben EU-Bürger das Recht, in jedem Mitgliedstaat zu arbeiten. Die alten EU-Staaten dürfen aber ihre Arbeitsmärkte für die neuen EU-Bürger sperren. Alle Länder (Ausnahme: Irland) wollen Beschränkungen für zunächst zwei Jahre einführen. Sie können um drei Jahre und danach noch einmal um zwei Jahre verlängert werden. Nur Malteser und Zyprioten genießen sofort uneingeschänkte Freizügigkeit.

Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit: Firmen und Selbstständige aus alten und neuen Mitgliedstaaten dürfen sich überall in der EU niederlassen.

Die deutschen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit lassen sich dadurch aber nicht umgehen: Wer als Unternehmer in Wirklichkeit abhängig beschäftigt ist (scheinselbstständig), kann sich nicht auf die Niederlassungsfreiheit berufen.

Immobilienkäufe: Der Erwerb von Ferienhäusern in den Beitrittstaaten unterliegt nationalen Beschränkungen. Auch bei Agrar- und Forstland gelten Schutzfristen (Ausnahmen: Zypern, Malta und Slowenien).