Vier Jahre lang hofften und bangten sie, nun gibt es für alle traurige Gewissheit. Nach dem spektakulären Zusammenbruch des britischen Lebensversicherers Equitable Life im Sommer 2000 dürfen die vielen Kunden von der Regierung keine Entschädigung erwarten. Ein Bericht von Lord Penrose, der sich vor einem Jahr auf die Suche nach den Gründen für den unerwarteten Kollaps des traditionsreichen Unternehmens begeben hatte, stellte fest, dass "Manipulation und Verschleierung" durch das Equitable-Management zu der Pleite führten. Zwar erkannte Penrose an, dass über eine Million Kunden durch eine "selbstgefällige Regulierung" unzureichend geschützt waren, am Ende allerdings sei Equitable "Autor des eigenen Unglücks" gewesen.

Nachdem die Regulierungsbehörde FSA längst ihre Schlüsse aus dem Fall gezogen hat, ist für die Regierung der Fall damit klar. "Wir können nicht für jede einzelne Firma bürgen, deren Management grundlegende Fehler macht und fragwürdige Entscheidungen trifft", erklärte Ruth Kelly, die Staatssekretärin im Schatzkanzleramt.