technik Harry, hol schon mal das HandySeite 3/3

Das stärkste Argument für die Vodafone-Lösung ist freilich nicht die Technik, sondern der Preis. 2,3 Milliarden Euro soll die Umrüstung des Handynetzes kosten, das ist deutlich billiger als die Konkurrenz. Die stellt das Angebot des Newcomers denn auch als unausgereifte Nischenlösung hin. „Die Frage ist: Wie viel ist mir die Sicherheit wert?“, sagt Axel Birkholz von T-Systems. Auch dem Polizeigewerkschafter Konrad Freiberg ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass seine Kollegen im Ernstfall über das Netz eines internationalen Konzerns funken sollen. „Man weiß ja nie, wem die Netze gehören – irgendwann kauft vielleicht Saudi-Arabien Vodafone auf.“

Während T-Systems nach außen sein Tetra-System als beste Lösung anpreist, verfolgt der Konzern aber neuerdings eine zweigleisige Strategie. Aufgerüttelt durch das Dumping-Angebot von Vodafone, bietet mittlerweile auch T-Mobile einen Behördenfunk auf GSM-Basis an, der deutlich billiger wäre als Tetra. Auf der Cebit wurden beide Systeme präsentiert – und die Techniker am T-Mobile-Stand widersprachen so manchem Argument ihrer Kollegen von T-Systems.

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Alle Anbieter suggerieren, gerade beim System der Konkurrenz sei die Gefahr am größten, dass sich das Maut-Debakel wiederholt. Vodafone führt die hohen Kosten des Tetra-Systems ins Feld. Die Verfechter von Tetra und Tetrapol verweisen wiederum darauf, dass Deutschland mit Vodafone wieder einen nationalen Sonderweg gehen und eine noch nirgends erprobte Einzellösung suchen würde. „Wenn Deutschland sich für GSM entscheidet, dann ist das ein Startsignal auch für andere Länder“, kontert der Vodafone-Mann Peter Schmitz.

Albanien soll sich noch nicht festgelegt haben.

 
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