porträt »…oder man geht zugrunde«
Er war ein gefeierter Bühnenheld, er wurde zu einem Star des deutschen Kinos. Joachim Gottschalk diente der Kunst – und dem Nazi-Regime. Doch er zahlte einen furchtbaren Preis. Zum 100. Geburtstag ein Porträt des tragischen Leinwandidols der dreißiger Jahre
Wer heute von der legendären Epoche des deutschen Kinos in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spricht, von den Filmen der Zwanziger und Dreißiger, der meint Marlene Dietrich, Lilian Harvey, Brigitte Horney oder Zarah Leander, der meint Emil Jannings, Heinrich George, Heinz Rühmann, Hans Albers. Vielen unvergessen aber blieb auch einer, der für Publikum und Kritik damals »Deutschlands Clark Gable« war: Joachim Gottschalk. Unvergessen – nicht nur durch seine Filme, sondern auch wegen seines schrecklichen Endes. Gottschalk starb durch eigene Hand, zusammen mit seiner Familie, mit der Frau, die er liebte und die er nicht an die Mörder verraten wollte.
Seine strahlende Karriere war, wie es Ulrich Liebe 1992 in dem eindringlichen Buch über »Schauspieler als Nazi-Opfer« beschrieben hat, der Lohn eines konsequenten Lebens und Arbeitens gewesen. Geboren am 10. April 1904 im sorbisch-brandenburgischen Städtchen Calau, hatte Gottschalk sich früh für die Bühne begeistert. Schon als Cottbusser Gymnasiast zeigte er ein erstaunliches Schauspieltalent. »Die Kunst soll der Leitstern meines Lebens sein«, schrieb der Primaner. Abitur im Frühjahr 1922, da war der Vater, ein Arzt, gerade gestorben, das kleine Vermögen mit den Kriegsanleihen perdu, die Inflation auf dem Marsch. Das Theater blieb erst einmal Traum.
Joachim Gottschalk geht zur See. An Bord der Großherzogin Elisabeth, eines dreimastigen Vollschiffs, schreibt er Tagebuch: »Schön ist das Meer! Ewiger, abgeklärter Friede und doch lebendige Bewegung. Das Ziel des Menschen muß es sein, sich zur Abgeklärtheit, zum Gleichmaß durchzuringen und doch nicht stumpf zu werden…« Sein Weihnachtsbrief 1923 kommt aus Buenos Aires, unter Segeln erreicht er Chile und Australien, auf Dampfern pendelt er schließlich zwischen Hamburg und Südamerika – im Seesack immer die Reclam-Hefte: Schiller, Shakespeare, Grillparzer, Ibsen.
»Großartig in Tendenz und Haltung« – Goebbels ist begeistert
Nach vier Jahren mustert er ab und wird Schauspielschüler. Sein erster Lehrer in Cottbus reicht ihn bald weiter nach Berlin. In der Spielzeit 1927/28 reist Joachim Gottschalk mit der Württembergischen Volksbühne aus Stuttgart durch die süddeutsche Provinz; 200 Mark Monatsgage. In den Niederungen des Tourneelebens gewinnt er ganz neue Einblicke in die hohe Schauspielkunst – und die Liebe seiner Kollegin Meta Wolff. Nach einer zweiten Spielzeit, jetzt schon mit großen Rollen, in Schiller-Dramen, in Stücken von Shaw und Strindberg, geht’s nach Zwickau an ein festes Haus, wo man auch Zeitgenossen gibt, Barlach, Brecht. Auf der Bühne beeindruckt Gottschalk durch die – wie es eine Stimme der Kritik empfindsam formuliert – »Leidenschaft des vorzüglich gegebenen Dichterwortes. So starb mir noch kein Mortimer…«
Im Mai 1931 ist Hochzeit in Halberstadt; Meta Wolff spielt am dortigen Theater, ihrem Mann zuliebe hat sie sich evangelisch taufen lassen. Im Herbst wird Joachim in Leipzig engagiert, jetzt geht es in die großen Städte, an die großen Bühnen. Im Februar 1933 wird Meta Mutter, Michael heißt der Kleine.
Als Generalintendant Hans Meißner im Februar 1934 Gottschalk an die Frankfurter Bühnen holt, muss der schon den »arischen Nachweis« erbringen, braucht der »jüdisch Versippte« die »Sonderauftrittserlaubnis des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda«. Gottschalk beginnt, sein Privatleben »bedeckt« zu halten, nur eng befreundete Kollegen wissen Bescheid. Er verdient jetzt über 10000 Mark im Jahr, so viel wie ein Professor, und hat doch Geldsorgen. Gottschalk unterstützt die Mutter in Cottbus und verwöhnt seine Frau, tröstend so gut er kann, denn sie hat ja Auftrittsverbot. Im Mai 1936 muss er wie alle städtischen Angestellten Frankfurts ein Treuegelöbnis auf den »Führer« ablegen. Von der Reichstheaterkammer aus Berlin kommt ein Brief an die Intendanz: »Für die Mitteilung der Vertragsdauer des Herrn Joachim Gottschalk an Ihrer Bühne wäre ich Ihnen sehr verbunden. Heil Hitler!«
Noch steht der Generalintendant zu seinem besten Mann und antwortet, dass »der Genannte bis 31. 8. 1941 bei uns gebunden ist«. Kurz darauf feiert der Genannte als Gast der Volksbühne am Berliner Horst-Wessel-Platz einen Triumph mit Schillers Fiesco. Der Regisseur Wolfgang Liebeneiner macht Probeaufnahmen für einen Ufa-Film, seine Frau Ruth Hellberg, eine Kollegin Gottschalks aus Leipziger Tagen, will ihn als Partner in einer Maupassant-Verfilmung.
Währenddessen schreibt der Gaupropagandaleiter Hessen-Nassau Willi Stöhr an den Generalintendanten, »Parteigenossen Meißner« (Datum vom 17. Dezember 1937), »dass die jüdische Versippung des Schauspielers Gottschalk weiten Kreisen der Bevölkerung und Parteigenossenschaft bekannt ist und dass sein Auftreten anlässlich der 1. Gaukulturwoche Hessen-Nassau grosse Empörung ausgelöst hat. […] Ich bitte Sie deshalb, die geeignet erscheinenden Schritte zu unternehmen, um das weitere Verbleiben Gottschalks und sein Auftreten in Frankfurt a. Main zu beenden.« Folgsam unternimmt PG Meißner die geeignet erscheinenden Schritte: Am 8. Januar 1938 steht Gottschalk zum letzten Mal auf einer Frankfurter Bühne. Meta schreibt an die Freundin Ruth Hellberg: »Wie wird das alles enden? Ich bin natürlich bereit, mich scheiden zu lassen, wenn es sein muss, wenn Jochen anders nichts kriegt. Er will aber erst alles versuchen – es wird uns schwer auseinander zu gehen.«
Zwei Tage darauf ist Gottschalk in Berlin, Liebeneiner hat ihn bei Gustaf Gründgens angemeldet. Der Intendant der Preußischen Staatstheater, die Hermann Göring unterstehen, habe, so heißt es, geradezu ein Faible für »politisch schwierige Fälle«. Doch Gottschalk unterschreibt bei Eugen Klöpfer, dem Volksbühnenintendanten des Joseph Goebbels; denn: Gründgens würde seine, Gottschalks, Paraderollen doch alle selber spielen wollen! Die gibt er jetzt im Großen Haus am Horst-Wessel-Platz (heute Rosa-Luxemburg-Platz) – im Theater an der Saarlandstraße (dem heutigen Hebbeltheater) dagegen leichtere Kost, Krimis und Boulevard.
Doch Gottschalk lockt auch der Film. Die Kinoindustrie boomt. Ihr oberster Herr, Propagandaminister Joseph Goebbels, befiehlt: Unterhaltung! Gute Laune! In der Romanverfilmung Du und ich gibt Regisseur Liebeneiner Gottschalk gleich eine Hauptrolle, Partnerin ist Brigitte Horney. »Es war so eine glückliche Zeit!«, heißt es in Horneys Erinnerungsband, den Gerd H. Heyerdahl 1992 nach ihrem Tod zusammengetragen hat. »Gottschalk konnte so wunderbar albern sein […] Wir dachten: Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Sommer, kommt Spinat. In ein paar Jahren ist der Hitler weg…« Du und ich schildert den Aufstieg eines sächsischen Strumpfwirkers zum Fabrikanten. Goebbels notiert am 17. September 1938 in sein Tagebuch: »Zu aufdringlich in der sozialen Sentimentalität. Phrasenhaft […] Ich werde noch viel daran ändern müssen.« Am 21. Oktober: »Liebeneiner das moderne Filmschaffen erläutert.« Und am 1.November: »Ich prüfe Filme. Du und ich von Liebeneiner […] Jetzt ist er großartig und ergreifend. Er macht auf mich einen ganz tiefen Eindruck.«
Am 7. November 1938 ist im Berliner Capitol Premiere. Ohne Gottschalk, denn der steht schon wieder mit der Horney vor der Kamera, diesmal in Libyen. Aufruhr in Damaskus soll ein Loblied werden auf die Standhaftigkeit deutscher Soldaten in einem Wüstenfort 1918. Vom Sonnenuntergang an der Mittelmeerküste, von der unglaublichen Akustik eines antiken Theaters verzaubert, stromern die Schauspieler durch die Ruinen, träumen, hier einmal zu spielen. Zurück im Hotel, erfahren sie, was sich in Deutschland, in Berlin ereignet – kreidebleich sei Gottschalk in seinem Zimmer verschwunden. Es ist die Nacht des 9. Novembers 1938, die »Reichskristallnacht«. Als Liebeneiners Frau Ruth Hellberg spät abends das Staatstheater am Gendarmenmarkt verlässt und die zertrümmerten Schaufenster sieht, fährt sie sofort hinaus zur Wohnung der Gottschalks in Grunewald. Meta, mit dem Sechsjährigen allein, hat bereits in zunehmender Panik stundenlang hinter ihr hertelefoniert.
1939: Am 8. März hat Aufruhr in Damaskus am Kudamm Premiere – »großartig in Milieu, Tendenz und Haltung. Wieder ein Wurf.« (Goebbels in seinem Tagebuch). Schon am 10. ist Drehbeginn für Flucht ins Dunkel, ein Drama, das ebenfalls in der Zeit des Ersten Weltkriegs spielt und sich um eine kriegswichtige Erfindung dreht. Weiter geht es, den Sommer über, in Berlin und Umgebung mit den Aufnahmen zu Eine Frau wie du, wieder mit Brigitte Horney. Es ist eine harmlose Liebeskomödie, die alle Beteiligten für den Moment der Arbeit vergessen lässt, auf welchen Abgrund sie zutreiben…
Am 1. September bricht die Wehrmacht in Polen ein, der große Krieg beginnt. Wenige Wochen später wird Eine Frau wie du zeitgleich im Tauentzien-Palast und im Capitol uraufgeführt – für Gottschalk ein Triumph. Jetzt ist er endgültig der Liebling der Berliner, der »deutsche Clark Gable«.
Im Frühjahr reist er nach Wien, später zu Außenaufnahmen in die Steiermark. Ein Leben lang heißt das Melodram; Gottschalk ist der leichtlebige, dann vom Schicksal bestrafte Baron, der durch die Liebe der einst Verführten geläutert und gerettet wird. An seiner Seite: Paula Wessely. Schneller, als der Film im Kasten ist, hat Hitlers Armee Frankreich überrollt. Gerüchte erreichen die Gottschalks: Im Februar schon seien Stettins Juden ins polnische Lublin verschleppt worden, außerdem habe die Wehrmacht zum »Führergeburtstag« am 20.April alle »Halbjuden« und »jüdisch Versippten« entlassen. Es sind keine Gerüchte.
Die Familie macht Urlaub auf Hiddensee, der für Joachim in Arbeit übergeht. Im Auftrag der Bavaria dreht Hans Schweikart auf der Insel Das Mädchen von Fanö, eine dramatische Liebesgeschichte im Fischermilieu. Brigitte Horney und Gustav Knuth sind dabei, die Gottschalks werden warmherzig aufgenommen. Als die Filmcrew nach vier Wochen in die Ateliers am Münchner Geiselgasteig umzieht, muss Meta mit Michael nach Berlin zurück. Juden werden jetzt von Tag zu Tag härter drangsaliert, von allem ausgeschlossen. So müssen sie auch ihr Telefon abgeben, doch noch betrifft das die Gottschalks nicht.
Der Propagandaminister prüft und ändert jedes Drehbuch, jede Rohschnittfassung, »gute Laune ist kriegswichtig!«, und konzentriert die »augenblicklich Riesenüberschüsse« abwerfende Filmindustrie auf wenige und damit leichter zu kontrollierende Firmen. Am 20. November notiert er in sein Tagebuch: »Wir sehen Aufnahmen zu […] Mädchen von Fanö, die mir ausgezeichnet gefallen. […] Die Bavaria fügt sich jetzt unseren Anordnungen. Es bleibt ihr auch nichts anderes übrig.« Kein Hinweis darauf, dass der Film auf einem Roman von Günther Weisenborn basiert, dessen Bücher 1933 verbrannt worden sind; er selber landet später als Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle im Zuchthaus.
Für Gottschalk bringt die Saison 1940/41 Atelierarbeit. Die Schwedische Nachtigall entsteht – eine Biedermeierromanze um Hans Christian Andersen und die dänische Sängerin Jenny Lind –; im Gloriapalast hat Ein Leben lang Premiere, das Publikum ist ergriffen. Und natürlich steht Gottschalk weiter auf der Bühne. Kurz bevor Das Mädchen von Fanö die Berliner begeistert (die Premiere ist am 24. Januar im Capitol), feiert er einen glänzenden Erfolg an der Volksbühne als Silvio in Goldonis Diener zweier Herren. Doch als Intendant Klöpfer Anfang Juni den Faust in eigener Inszenierung herausbringt, steht Gottschalks Name nicht auf dem Besetzungszettel.
Auch bei den großen Herbstpremieren des Theaters am Horst-Wessel-Platz fehlt er. Die Proben für ein Stück Geza von Cziffras über August den Starken werden plötzlich abgesetzt. In seinen Erinnerungen schreibt Cziffra 1975: »Keine Rolle für Gottschalk, dachte ich…«, doch »Gottschalk trug eine Härte zur Schau, eine verschlagene hinterlistige Schläue, die weder ich noch seine Kollegen nicht nur dem Menschen, sondern auch dem Schauspieler Gottschalk jemals zugetraut hätten. Bei einem Spaziergang […] sagte ich ihm das. Gottschalk zuckte die Achseln: ›In dieser Zeit wird man hart, oder man geht zugrunde.‹ Gottschalk ging zugrunde.« Klöpfer indes versuchte sich (wie Cziffra berichtet) zu rechtfertigen: »Goebbels hat mir beinahe den Kopf abgerissen […] Die Meta stört den Doktor! Die jüdische Frau. Ich darf Gottschalk überhaupt nicht mehr beschäftigen.«
1941 jagen sich die Sondermeldungen: Rommel in Afrika, Jugoslawien besetzt, das Hakenkreuz über der Akropolis, Bomben auf England, und am 22. Juni der »größte Aufmarsch der Weltgeschichte«: Hitlers Wehrmacht überfällt die Sowjetunion. Im Herbst, im Straßenbild tauchen die gelben Judensterne auf, ergeht Emigrationsverbot; die »Endlösung« hat begonnen.
Nachrufe sind verboten, Gestapo-Leute fotografieren die Beerdigung
Der Jud Süß- Regisseur Veit Harlan will Gottschalk für seinen Film Die goldene Stadt. Mit Gattin Kristina Söderbaum und Reichsfilmkammerpräsident Carl Froelich sitzt er bei Goebbels zum Tee. Nach einigem Hin und Her über Probleme des noch neuartigen Farbfilms kommt das Gespräch auf Gottschalk. Wie Harlan 1966 in dem Buch Im Schatten meiner Filme berichtete, geriet Goebbels plötzlich in Rage: Gottschalk sei den »ausgedachtesten Sexuallisten« einer »raffinierten Jüdin« hörig geworden. »Er soll seine Chonte hinschicken, wo der Pfeffer wächst!« Das jiddische Wort ist mit »Nutte« eher milde übersetzt.
Goebbels bietet Gottschalk an, die Familie, nach der Scheidung, in die Schweiz gehen zu lassen. Gottschalk lehnt ab; angesichts des Siegeszugs der Wehrmacht, der unaufhaltsamen Eroberung Europas kann er nicht an das Fortbestehen der Schweiz glauben. Dann zitiert ihn Hans Hinkel zu sich ins Propagandaministerium. Der SS-Offizier und Blutordensträger ist »Sondertreuhänder der Arbeit für die kulturschaffenden Berufe«, Goebbels’ Büttel für die »Entjudung« des Kulturbetriebs: »Sie werden sich scheiden lassen, Herr Gottschalk!« und »Wen interessiert es schon, was aus einer Jüdin wird?«
Die Jüdin schreibt am 5. November 1941 einer Freundin: »Meine liebe Fanny, nimm diese Nadel als Andenken mit meinem letzten Lebewohl […] Um uns musst Du nicht trauern, Du weißt, wir sind glücklich…« Und ihr Mann im Abschiedsbrief an seine Mutter: »Meta und der Junge schlafen schon« – als er den Gashahn aufgedreht hat und darauf wartet, dass das Veronal auch bei ihm zu wirken beginnt. Es ist die Nacht auf den 7. November.
»Am Abend kommt noch die etwas peinliche Nachricht«, notiert Goebbels in sein Tagebuch, »daß der Schauspieler Gottschalk, der mit einer Jüdin verheiratet war, mit Frau und Kind Selbstmord begangen hat. Er hat offenbar keinen Ausweg mehr aus dem Konflikt zwischen Staat und Familie finden können. Ich sorge gleich dafür, daß dieser menschlich bedauerliche, sachlich fast unabwendbare Fall nicht zu einer alarmierenden Gerüchtebildung benutzt wird. Wir leben in einer sehr harten Zeit, und das Schicksal nimmt den Einzelmenschen manchmal erbarmungslos vor…« Er untersagt jeden Nachruf. Trotz des Verbots, jüdische und »arische« Tote zusammen zu bestatten, sorgen die Freunde für ein gemeinsames Grab, draußen auf dem Stahnsdorfer Friedhof. Während der Beisetzung fotografieren die Herren der Gestapo – was Ruth Hellberg nicht daran hindert, die Kranzschleife des willfährigen Intendanten Klöpfer wütend abzureißen und wegzuwerfen.
Sechs Jahre und ein Inferno später läuft, als zweiter Film der Babelsberger Defa, Ehe im Schatten in ganz Deutschland an. Millionen Zuschauer erfahren so die Wahrheit über das Schicksal der Gottschalks. Heute sind die meisten von Gottschalks Filmen in den Tiefen der Archive verschwunden. Aber es bleibt die Erinnerung an einen der charmantesten Schauspieler des deutschen Kinos und sein bitteres Ende. An einen Jungen aus Calau, der sein Leben der Kunst weihen wollte.
Der Autor ist Kulturhistoriker und Publizist und lebt in Köln
- Datum 01.04.2004 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 01.04.2004 Nr.15
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