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Ein Apollo-Programm für die Kohle

Daran arbeitet Fritz Vahrenholt, Chef des Windturbinenherstellers REpower Systems AG. Als Leiter der Arbeitsgruppe Kohle im nationalen Nachhaltigkeitsrat macht sich der frühere Hamburger Umweltsenator indes gleichzeitig für das CO2-freie Kraftwerk stark: „Bei sinkenden Ölvorräten sich zu sehr vom Gas abhängig zu machen, halte ich für den falschen Weg.“ Vahrenholt plädiert deshalb für eine Art Apollo-Programm – mit dem Ziel, die neue Kraftwerkstechnologie bereits um das Jahr 2015 serienreif zu machen: „Wir müssen es schaffen, mit dieser Technologie in die Erneuerungswelle des deutschen Kraftwerksparks zu kommen.“

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Übrigens glaubt Vahrenholt nicht, dass die sauberen Kohlekraftwerke ausgerechnet die deutsche Steinkohle retten könnten. Die sei viel zu teuer. „Wenn überhaupt, dann werden die neuen Blöcke mit Importkohle betrieben“, schwant Vahrenholt.

Aus dem gleichen Grund hat auch Martin Jänicke wenig Verständnis für die Hoffnungen, die die Kohlelobby mit der Aussicht auf die neuen Stromfabriken verbindet. Der stellvertretende Vorsitzende des Umwelt-Sachverständigenrates fürchtet, dass auf diese Weise nur der überfällige Strukturwandel in den Kohlerevieren verzögert wird – und er meint, dass die Forschungsgelder für Energieeffizienz- und Alternativenergie-Projekte besser investiert wären: „Mittelfristig bringt das für den Klimaschutz wesentlich mehr.“

 
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