Das Image des Überraschungskandidaten kennt Axel Weber genau. Bereits im März 2002, als der Währungsexperte in den Sachverständigenrat berufen wurde, fragten sich viele, wen die Bundesregierung da aus dem Hut gezaubert habe.

Dabei war der 47-Jährige Wirtschaftsprofessor in Fachkreisen schon damals kein Unbekannter mehr: Als Direktor des Center for Financial Studies (CFS) in Frankfurt hatte Weber seit 1998 an seinem Ruf als exzellenter Geldtheoretiker gefeilt. Das CFS gilt inzwischen als das wichtigste akademische Forum für monetäre Fragen in Euroland.

Im November 2001 wechselte Weber an die Universität Köln. Der im rheinland-pfälzischen Kusel geborene Wirtschaftswissenschaftler besitzt hervorragende Kontakte zur Europäischen Zentralbank, er forschte beim IWF und beriet die Bundesbank - genauso wie die SPD. Axel Weber ist verheiratet und hat zwei Kinder.